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Schülerzahl rückläufig / Europaabzeichen für Sandra und Yvonne Wedemeier

Sportabzeichen: 40 weniger als 2005

Rehren (la). "Wir verzeichnen das - in Zahlen ausgedrückt - schwächste Ergebnis im Schülerbereich seit 15 Jahren", musste Gerd Krimpenfort vom TuS Rehren bei der Übergabe des Deutschen Sportabzeichens im Sportheim des TuS feststellen. Nur 21 Schülerinnen und Schüler, im Vorjahr waren es noch 55, haben ihre Urkunde und ihr Abzeichen bekommen.

veröffentlicht am 17.01.2007 um 00:00 Uhr

Tobias (39), Susanne (40) und Yannic (8) Huy aus Borstel sind zu

"Natürlich gibt es für diesen starken Rückgang gute Gründe", meinte Krimpenfort. Das anhaltend schlechte Wetter im August und Terminprobleme der Fußballjugend im September und Oktober hätten den Kindern keine Zeit für das Sportabzeichen gelassen. Aber auch das veränderte Freizeitverhalten, durch Fernsehen und Computer, trage dazu bei, dass das Interesse am Deutschen Sportabzeichen weiter zurück geht. Aber einige bleiben dem Breitensportereignis doch noch treu. So waren sieben Kinder bereits zum zweiten Mal dabei und erhielten ihr Abzeichen in Silber, und Franziska Dux und Lena Kirchner durften sich sogarüber das Sportabzeichen in Gold freuen. 24 Fußballer aus der F-Jugend, die von Andreas Watermann trainiert wird, waren zum ersten Mal dabei. Einigen der Sieben- bis Achtjährigen fiel das Schwimmen noch zu schwer, andere hatten beim Schlagballwerfen noch nicht den richtigen Schwung drauf. Auch der 800-Meter-Lauf war für manchen keine leichte Aufgabe. "Das Springen über den Bock hat mir am meisten Spaß gemacht", berichtet Connor McGinty beigeistert, und für Meike Kuhlmann war das Laufen am schönsten. Letztlich konnten neun Kicker aus der F-Jugend alle geforderten Übungen erfolgreich absolvieren. Zufrieden war Krimpenfort mit der Teilnehmerzahl bei den Jugendlichen. 24 Jugendsportabzeichen konnte er verleihen. Im Vorjahr waren es 27. "Auffällig ist, dass sich die Zahl derer, die nicht Mitglieder im TuS sind, kontinuierlich vergrößert", berichtete Krimpenfort und sieht das als ein Zeichen guter Außenwerbung und Akzeptanz. Kritisch merkte Krimpenfort an, dass sich fast keine Jugendlichen aus der Fußball- oder Volleyballabteilung den Anforderungen des Sportabzeichens stellten. "Die mangelnde Bereitschaft, sich zu quälen und durchzuhalten, wenn die Muskeln schmerzen, scheinen mir ein Grund dafür zu sein", sagte Krimpenfort und forderte die Trainer und Übungsleiter auf, auf die Jugendlichen einzuwirken. Fünf Jugendliche haben eine außergewöhnlich gute Leistung geschafft. Sie erwarben das "Goldene Sportabzeichen mit Zahl" und zugleich das Europäische Sportabzeichen. Als Jugendliche haben sie ununterbrochen fünf Jahre am Sportabzeichen teilgenommen. "Drei von ihnen sind aus unserem Verein", gab es nun doch Grund zur Freude bei Krimpenfort, der Sandra und Yvonne Wedemeier und Lars Erik Erdmann zu dem Erreichten gratulierte. "Bei den Erwachsenen geben einige Krankenkassen sogar Bonuspunkte für den Erwerb des Sportabzeichens", informierte Krimpenfort. Einige Erwachsene haben 2006 erstmals ihr Sportabzeichen erworben. Iris-Marie Borcherding, Susanne Huy, Nina Tegtmeier, Thomas Priemer, Frank Bakuhn, Tobias Huy, Thomas Watermann und Christoph Tegtmeier waren begeistert und versprachen auch in diesem Jahr wieder dabei zu sein. Zahlreiche "Wiederholungstäter" konnte Krimpenfort bei den Erwachsenen auszeichnen. Das Sportabzeichen in Gold mit Zahl 15, erhielten die Prüfer des TuS Gerd Krimpenfort, Dietlind Padberg, Johannes Padberg und Ursula Tolkmitt, die alle zum 18. Mal die Übungen erfüllt haben. Sie gehen mit gutem Beispiel voran. Außerdem wurden zwölf Familiensportabzeichen verliehen. Insgesamt konnte der TuS Rehren 78 Sportabzeichen für das Jahr 2006 verleihen. Das sind 40 weniger, als 2005. Anfang Februar geht es beim TuS Rehren wieder los mit denÜbungsabnahmen.

Yvonne (l.) und Sandra Wedemeier haben das Europäische Sportabze
  • Yvonne (l.) und Sandra Wedemeier haben das Europäische Sportabzeichen errungen. Fotos: la

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