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Aher Wrestling-Gruppe sucht Trainingshalle und Sponsoren für Ring / Sport in Deutschland noch nicht sehr verbreitet

Sport und Schauspielerei, "Gut" kämpft gegen "Böse"

Ahe (clb). Sechs Jungen in kurzen und langen, meist hautengen Hosen, Beinschonern und schwarzen T-Shirts sind im Aher Turnsaal anzutreffen - sie zeigen akrobatische Einlagen, ringen und kämpfen auf blauen Matten miteinander, stoßen Schreie aus und krümmen sich vor Schmerz. Als Zuschauer fragt man sich: Ist das echt oder alles nur gespielt?

veröffentlicht am 20.03.2007 um 00:00 Uhr

Die Mitglieder der Wrestling-Mannschaft sind sich einig: "Wir wo

Seit zwei Jahren ist die Wrestling-Gruppe nun als eigene Sparte in der TSG Ahe-Kohlenstädt vertreten, bislang sind sieben Mitglieder aktiv, die sich regelmäßig im Turnsaal zum Training treffen. Demian Hoyer, Mitgründer der Abteilung, erklärt: "Wrestling ist eine Mischung aus Sport und Schauspielerei mit Showelementen und Improvisation." Vor Publikum teile sich die Gruppe auf undkämpft in den Rollen von "Gut und Böse" gegeneinander. "Das alles ist jedoch nur gespielt. Wir deuten Schläge an, um realistisch zu wirken", fügt er hinzu. Die Jugendlichen, die sich Anregungen von Playstation-Spielen und aus dem Fernsehen holen, trainieren zwar selbstständig, bleiben aber nicht ganz ohne Aufsicht. Demians Vater, Rüdiger Hoyer, ist beim Training immer anwesend, um einerseits aufzupassen, dass sich alle ausreichend aufwärmen, andererseits, um im Ernstfall Hilfe leisten zu können. "Wirklich passiert ist aber Gott sei Dank noch nichts", versichert er. In Mexiko, Japan und den USA ist Wrestling bereits ein verbreiteter Volkssport, in Deutschland hingegen noch weitgehend unbekannt. "Wir sind der einzige Verein im Umkreis von 50 Kilometern", weiß Demian. Um Seminare und Veranstaltungen zu besuchen, fahre die Gruppe extra nach Oberhausen und Dortmund. Die spezielle Kleidung werde übers Internet bestellt. Auch zwei eigene Veranstaltungen haben die sieben Jungen schon auf die Beine gestellt. "Einmal für Freunde und Verwandte im Garten und das andere Mal hier im Turnsaal", erinnert sich Demian. Organisiert hätten die Jugendlichen alles selbst - von der Musik bis hin zur Beleuchtung. Einziges Problem der Jungen bleiben jetzt noch die ihnen gegebenen Umstände: Die Halle ist zu klein und ein professioneller Ring, den man normalerweise zum Wrestling braucht, ist nicht vorhanden. "Daher suchen wir noch Sponsoren, die uns eine geräumige Halle zur Verfügung stellen und uns einen Ring finanzieren", erklärt Demian. Auch sportlich und schauspielerisch interessierte Mitspieler sind bei der Wrestling-Gruppe immer willkommen und können donnerstags ab 18 Uhr und sonnabends ab 15.30 Uhr beim Training im Turnsaal vorbeischauen.

Die Gruppe in ihrem Element - Gewalt wird jedoch nur gespielt.
  • Die Gruppe in ihrem Element - Gewalt wird jedoch nur gespielt.


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