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Schaumburger Bühne probt "Schau nicht unters Rosenbeet"

Spleens, Schrullen, Intrigen - und ein Werwolf im Keller

Obernkirchen (sig). Bei ihrer Inszenierung des Kleistschen Bühnenstückes "Der zerbrochene Krug" ging es im letzten Jahr schon recht turbulent zu. Jetzt soll sich das noch steigern bei dem Comedy-Thriller von Norman Robbins mit dem geheimnisvollen Titel "Schau nicht unters Rosenbeet". Er wird zurzeit von der "Schaumburger Bühne" im Forum des Obernkirchener Schulzentrums einstudiert.

veröffentlicht am 27.10.2007 um 00:00 Uhr

Das Ensemble der Schaumburger Bühne: Premiere ihres Stücks ist w

In der 21. Produktion dieses Ensembles geht es um eine sehr eigenartige Familie, um deren Spleens, Schrullen und Sehnsüchte. Zu ihr gehören eine Giftmischerin und ein Mann, der von sich glaubt, Cäsar zu sein. Und da gibt es noch eine dritte männliche Person, die eingesperrt im Keller lebt, weil sie überzeugt ist, ein Werwolf zu sein. Diese sehr zurückgezogen auf einem herrschaftlichen Anwesen lebende Familie, die zusätzlich noch aus drei weiblichen Wesen besteht, kommt völlig von der Rolle, als der Vater stirbt. Voller Spannung sieht man der Eröffnung des Testaments entgegen. Jeder erhofft sich jetzt die Erfüllung seiner Wünsche und Sehnsüchte. Dann kommt die überraschende Botschaft: Der Verstorbene vermacht nämlich sein Vermögen nicht der Familie, sondern einer exzentrischen Schriftstellerin. Daraus entwickeln sich unvorhersehbare Ereignisse, die bis zuletzt für reichlich Spannung sorgen und deutlich machen, wohin Raffgier und Neid führen können. Weil nicht sein darf, was nicht sein soll, werden die schwärzesten Intrigen geschmiedet, Komplotte vorbereitet und Anschläge verübt. Für den Zuschauer gibt es da viel zu rätseln und zu kombinieren. Und er erlebt immer wieder, dass er bei seinen Mutmaßungen auf dem falschen Fuß erwischt wird. Regisseur Jürgen Morchel besetzt diesen Thriller, der viele auch erheiternde Szenen und überraschende Wendungen bringt, mit insgesamt zehn Laiendarstellern aus dem Schaumburger Land. Jetzt wird mehr als ein Gang zugelegt, denn für Sonnabend, 24. November, ist bereits die Premiere im Schulzentrum "Am Ochsenbruch" angesagt. Schon obligatorisch ist die Silvesteraufführung im Stadthäger Ratsgymnasium. Weitere Auftritte gibt es am 8. März im Rintelner Brückentorsaal und am 28. April in Bad Eilsen. Als zusätzliche Gastspielorte werden Petershagen und Bad Münder ins Auge gefasst. Auch an eine Open-Air-Veranstaltung im Bückeburger Schlosspark ist gedacht. Diese Termine stehen aber noch nicht fest.

Peter Reinhold und Guido Hartmann (v.l.) bauen das Bühnenbild.
  • Peter Reinhold und Guido Hartmann (v.l.) bauen das Bühnenbild.


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