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"Allerhand aus Kinderland": Ausstellung im Museum "Amtspforte"

Spielzeug aus zwei Jahrhunderten

Stadthagen (web). Viel Publikum hat sich am Freitagabend zur Ausstellungseröffnung "Allerhand aus Kinderland" im Museum Amtspforte eingefunden. Dort ist bis zum 24. Februar eine bunte Vielfalt an historischem Spielzeug von 1850 bis 1950 aus der Sammlung von Gudrun Scholtz-Knobloch zu sehen.

veröffentlicht am 05.11.2007 um 00:00 Uhr

Die Miniaturstadt aus dem Erzgebirge ist das Lieblingsstück der

Beeindruckt von der zur Vernissage erschienen Zahl von Spielzeugliebhabern zeigte sich die stellvertretende Bürgermeisterin Merve Neumann-Tietzer, die die Freunde der Museumskunst im Namen der Stadt begrüßte. Jede der Sonderausstellungen in der "Amtspforte" sei eine Besonderheit, so Neumann-Tietzer. Ein Gang durch diese Ausstellung komme einer Zeitreise gleich, da jedes Spielzeug zugleich ein Stück Zeitgeschichte sei. "Klein, aber fein", nannte Museumsleiterin Susanne Slanina die Spielzeugausstellung, mit der Erinnerungen an die eigene Kindheit geweckt werden sollen. "Es ist keine Ausstellung von der Stange, sondern eigens für das Museum konzipiert", erklärte Slanina. In den siebziger Jahren hat Gudrun Scholtz-Knobloch begonnen, historische Spielzeuge zu sammeln. Bis 1999 leitete sie das Spielzeug- und Kinderweltmuseum Steinhude, nun betreibt sie ein "Museum aus dem Koffer". "Spielen fördert den Geist und Charakter von Kindern. Daher kann Spielzeug und dessen Auswahl gar nicht wichtig genug genommen werden", sagte Scholtz-Knobloch in ihrer Eröffnungsrede. Die ausgestellten Objekte seien Kulturgüter der besonderen Art und brächten dem Betrachter ein Stück Geschichte näher. Der Titel "Allerhand aus Kinderland" stammt von einem Kinderbuch aus der Jugendstilzeit, das ebenfalls Teil der Ausstellung ist. Von der kleinen Biedermeierpuppenstubeüber frühe "Käthe-Kruse-Puppen", Ankleidepuppen, Ritterburgen, Zinnsoldaten und Blechspielzeug bis hin zu lithographierten Karten- und Gesellschaftsspielen spannt sich der Bogen der gezeigten Objekte. Anlässlich des Wilhelm-Busch-Jahres hat Scholtz-Knoblauch die Lausbuben Max und Moritz im Miniaturformat sowie Quartette und Spiele hinzugefügt. Ihr Herz hat die leidenschaftliche Sammlerin aber an ein ganz besonderes Objekt gehängt: Eine Miniaturstadt mit Jahrmarkt aus dem Erzgebirge, die aus Holz gefertigt und liebevoll bemalt wurde. Geöffnet ist das Museum dienstags bis freitags von zehn bis zwölf sowie von 15 bis 17 Uhr. Sonnabends und sonntags kann die Ausstellung von 15 bis 17 Uhr besucht werden. Montags ist die "Amtspforte" geschlossen.



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