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Buchholz uneinsüber die künftige Gestaltung / Ortstermin / Wo sollen Streetballfeld und Boulebahn hin?

Spielplatz-Frage lässt im Rat die Köpfe rauchen

Buchholz (tw). Das war (noch) nichts: Vor die Frage gestellt, wie der Spielplatz am Schützenhaus künftig gestaltet werden soll, ist der Rat Buchholz bei seiner jüngsten Sitzung im Dorfgemeinschaft keinen Schritt weiter gekommen. Der Riss geht sogar quer durch die Fraktionen. Dabei drängt - zusehends - die Zeit: "Am 21. Juli ist Schützenfest. Dann will ich dort keine Baustelle haben", betont Bürgermeister Hartmut Krause.

veröffentlicht am 04.04.2006 um 00:00 Uhr

Klar ist einstweilen nur so viel: Spielplatz und Schützenhaus wurden weiland aus dem Landschaftsschutzgebiet heraus genommen. Insofern gibt's für das Überplanen des Platzes keine Einschränkungen. Was künftig drauf kommen könnte: ein Basketball-/Streetball-Feld, eine Wippe - und eine zweite Boulebahn, über deren Länge allerdings auch keine Einigkeit herrscht. Die zunächst angedachte Tischtennisplatte aus Beton scheidet nach dem Rat eines Fachmanns dagegen aus: Am Spielplatz ist's für Plastikbälle zu windig. Was tatsächlich platziert werden soll - und vor allem: an welcher Stelle - darüber indes gehen die Meinungen im Rat weit auseinander. Vize-Bürgermeister Klaus Kappmeier (SPD): "Wir haben in der Fraktion heftig drüber diskutiert. Das einzige, worauf wir uns einigen konnten, ist die Lage der zweiten Boulebahn." Nämlich im Abstand von einem Meter hinter der bereits vorhandenen ersten. Doch: "Das ist genau der Punkt, den wir anders sehen", sagt CDU-Fraktionschef Friedrich Imhoff. Er möchte die Bahn auf der anderen Seite des Platzes anlegen, denn: "Zwei Boulebahnen hintereinander sind nicht sinnvoll, weil dem Turniercharakter abträglich." Zwischen den Bahnen möchte die CDU eine - befestigte - Multifunktionsfläche haben. Durch Bodenhülsen nutzbar für Ballspieler, Skater, aber auch für Bouler, die dort auf Bänken eine (Turnier-) Pause einlegen könnten. Krause wiederum hätte die Boulebahnen am liebsten direkt aneinander angrenzend - und die Spielfläche dann dahinter. Doch mit besagter Fläche hat Thorsten Jenz ein Problem: "Wir würden ein Stück Boden versiegeln, das von der Größe her in etwa dem Grundriss eines Wohnhauses entspricht", so das Mitglied der SPD-Fraktion. Kollegin Angela Tosar sieht obendrein Konflikte voraus, wenn besagte Fläche bespielt wird, während links undrechts die Kugeln fliegen. Auch sei das Befestigen des Feldes vermutlich teuer. Indes: "Die Kosten liegen für den Quadratmeter Pflaster bei 34, für Asphalt bei 40 Euro inclusive Bodenaushub", rechnet Krause vor. Wie auch immer. Was sie selbst am Ende tatsächlich will, würde die SPD gern bei einem Ortstermin klären, bei dem sie mit Trassierband und Pflöcken alle Varianten einer möglichen Nutzung abstecken möchte. Kommentar von Krause, der sich unter Zeitdruck sieht: "Das hättet ihr aber schon längst tun können - der Spielplatz ist nicht abgeschlossen." Fazit am Ende: Der vom Bürgermeister erhoffte Beschluss zum Neugestalten des Spielplatzes ist bislang noch nicht gefasst. Im Vorfeld der nächsten Ratssitzung am Dienstag, 25. April wollen CDU und SPD bei einem gemeinsamen (!) Ortstermin nach der besten Lösung suchen. Und in der Frage, wie lang die Boulebahnen überhaupt sein müssen, nochmals einen Blick ins Reglement werfen. Anschließend soll dann im Gemeinschaftsraum über das Projekt entschieden werden.

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