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Pollhagen verliert mit letztem Aufgebot 0:5 / VfL Bückeburg überrascht in Hannover

Spielerinnen lassen neuen Coach im Stich

Frauenfußball (pm/seb). Der ASC Pollhagen-Nordsehl geht in der Bezirksoberliga schweren Zeiten entgegen. Nach dem Trainerwechsel ließ ein großer Teil des Kaders den neuen Coach Bernd Hitzemann bei dessen Debüt gegen den TSV Deinsen im Stich. Das letzte Aufgebot des Tabellenletzten verlor daraufhin chancenlos mit 0:5.

veröffentlicht am 31.10.2006 um 00:00 Uhr

Torjägerin Hatixhe Beqiri (l.) erzielte das Siegtor für den VfL

"Ich habe einen großen Fehler begangen, indem ich die älteren Spielerinnen nicht früher über den Wechsel informiert habe", räumte ASC-Sprecher Carlo Steinberg ein. Die Fraktion um die frühere Trainerin und Torfrau Kathrin Piel boykottierte deshalb unter der Woche das Training und nun auch die Partie gegen Deinsen. Die verbliebenen unerfahreneren jungen Kräfte schafften es trotz großem Einsatz nicht, die spielerischen Defizite auszugleichen. Eine nennenswerte Torchance für den ASC stand nach 90 Minuten nicht auf dem Zettel. Stattdessen hatten Yvonne Winnerfeld (17. Minute) und Natascha Wieters (44.) den alles andere als überzeugenden Gast trotz eines zwischenzeitlich verschossenen Foulelfmeters zur Pause mit 2:0 in Führung gebracht. Und nach der Pause legten Bianca Krasser (68.), Sarah Freyer (78.) und Caroline Schmidt (89.) bei unverändertem Bild die Treffer drei bis fünf nach. Der ASC Pollhagen-Nordsehl hofft nun für die bevorstehenden Spiele gegen den HSC Hannover und den MTV Mellendorf II auf eine Einigung mit den verärgerten Spielerinnen, sonst drohen in diesen Spielen noch deutlichere Pleiten. ASC: Konkowski, Hitzemann, Dittmann, Daseler, Biesterfeld, Mensching, Werthmüller, Pfaab, Schüler, Breuel, Beier, Asche, Wilkening. Für eine faustdickeÜberraschung sorgte der VfL Bückeburg mit dem 1:0-Auswärtserfolg beim Tabellenvierten HSC Hannover. Der Gastgeber aus der Landeshauptstadt bestimmte über 90 Minuten das Spielgeschehen, die VfL-Defensive stand aber sehr gut und ließ kaum zwingende Torchancen zu. Die Rudolf-Elf erspielte sich die Führung über drei Stationen. Jennifer Hennings nahm einen Abschlag auf und leitete weiter auf Hatixhe Beqiri, die mit einem Flachschuss das 1:0 in der 24. Minute erzielte. Die VfL-Frauen gestalteten, beflügelt durch das Führungstor, die Partie bis zur Pause ausgeglichen. Nach dem Seitenwechsel drückte der HSC auf den Ausgleich und berannte das Bückeburger Gehäuse. Die VfL-Frauen warfen sich in die Schüsse der Gastgeberinnen oder aber hatten Glück, dass der Ball am Pfosten oder Latte landete. Das Rudolf-Team fing den Dauerdruck durch die entschlossene Abwehrleistung ab und entführte drei Punkte. VfL: Müller, Kögler, Hävemeier, Stahlhut (46. Spitzer), Bauer, Beqiri, Hundsdorff (69. Gellermann), Danziger, Hennings, Remedios, Schlupp.

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