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Waldwoche der Kita Reesenhof gerettet

Spiele im Wald

BAD PYRMONT. „Wie bitte, keine Waldwoche dieses Jahr?“ Das Entsetzen bei den Kindern, Erzieherinnen und Eltern des evangelischen Kindergartens Reesenhof war groß, als feststand, dass eines der Highlights im Kindergartenjahr wegen der gestiegenen Transportkosten ausfallen sollte.

veröffentlicht am 06.07.2017 um 00:00 Uhr

Seit Jahren verbringen die Pyrmonter Kids einmal im Jahr, meist im Mai/Juni, eine Woche lang jeden Vormittag im Wald, häufig in der Nähe des Waldlehrpfades beim Langen Grund. Damit dieser Ausflug trotzdem stattfinden konnte, krempelten die ElternvertreterInnen des Kindergartens die Ärmel hoch und ließen Telefondrähte glühen, um Spenden zu sammeln. Dank freundlicher Unterstützung der Sparkasse Pyrmont, der Stadtwerke und durch einen kleinen Unkostenbeitrag von- seiten der Eltern konnte nun ein Bus gemietet werden. Dieser bringt die Kinder in den Wald am Königsberg, denn dorthin ist die Fahrzeit etwas kürzer und es bleibt mehr Zeit zum Spielen in der Natur. Zu Fuß wäre der Weg für die kleinsten Waldforscher mit anderthalb Jahren und die Erzieherinnen, die den Versorgungsbollerwagen bergauf ziehen müssten, nicht zu bewältigen.

„Für die Kinder und auch für uns Erwachsene ist diese Zeit im Wald wirklich etwas Besonderes. Die Kinder erfahren mit all ihren Sinnen die Natur, sie spielen entspannt und fantasievoll, das Sozialverhalten ist positiv verändert“, erzählt eine Erzieherin. Oft haben Kinder nicht die Möglichkeit, die Natur intensiv zu erleben und dürfen sich nicht dreckig machen. Solche Erfahrungen und spannende Entdeckungen wecken die Fantasie der Kinder. Der Aufenthalt im Wald wirkt sich positiv auf das Körperbewusstsein, das Gemeinschaftsgefühl, das Naturbewusstsein und Naturwissen aus – und macht jede Menge Spaß. Auch den Eltern fällt etwas auf: „Viele Kinder sind total müde, aber es ist eine rundum zufriedene Müdigkeit, wie sie eben auftritt, wenn man stundenlang gelaufen, geklettert, Löcher gebuddelt, Wind gespürt, frische Luft geatmet, Käfer bestaunt und vieles, vieles mehr erlebt hat“, so die Beobachtung einer Mutter. Der Dank der Eltern richtet sich an die Unterstützer und Erzieher. PR

Im Wald braucht man keine Rutsche. FOTO: Julia Gröling/PR


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