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Evangelische Jugend hilft der Stadthäger Beratungsstelle / Weitere Aktionen sollen folgen

Spende für Obdachlose: Herd, Töpfe, Pfannen

Obernkirchen (sig). Für halbe Sachen sind die Jungen und Mädchen der evangelischen Jugendgruppe nicht zu haben. Sie hatten sich mit der Not der Menschen befasst, die auf der Straße leben und wollten es nicht allein dabei belassen, deren Probleme besser kennen zu lernen. Vor allem die Fälle unverschuldet in Not geratener Menschen sind es, die diese jungen Leute berühren. Aus dem Vorsatz, ein gutes Werk zu tun, wurde jetzt Realität. Nutznießer: die Obdachlosenhilfe in Stadthagen.

veröffentlicht am 23.04.2007 um 00:00 Uhr

Der Kirchenvorstand der evangelischen Kirchengemeinde der Bergstadt stand seiner Jugendgruppe bei der Hilfsaktion bei. Er stellte Geld aus der Diakoniekasse für Anschaffungen zur Verfügung. Es reichte, um einen neuen Küchenherd mit Backofen zu kaufen und außerdem drei Töpfe und zwei Pfannen. Dafür bestand in der Beratungsstelle für wohnungslose Frauen und Männer in der Kreisstadt Bedarf, wie die Jugendgruppe vorher bei einem Besuch festgestellt hatte. Träger dieser Einrichtung an der Krummen Straße ist das Diakonische Werk der Inneren Mission mit Sitz in Hannover. Zwei Mal in der Woche wird den Obdachlosen in der Stadthäger Außenstelle eine warme Mahlzeit geboten. Sie können sich hier auch duschen und mit gespendeter Kleidung eindecken. Auch Übernachtungsmöglichkeiten werden angeboten. Die Beratungsstelle hat darüber hinaus eine Vielzahl weiterer Aufgaben. Sie leistet Unterstützung bei der Wohnungs- und Arbeitssuche, beim Umgang mit den Behörden, bei der Schuldnerberatung und in Rechtsfragen. Außerdem klärt sie die Obdachlosen über ihnen zustehende Sozialleistungen auf und kümmert sich um die notwendige medizinische Versorgung. "Es ist schon erschütternd, erkennen zu müssen, dass es auch in Deutschland Kinder gibt, die auf der Straße leben; das kennen wir eigentlich mehr von Brasilien", erklärt Elke Schönbeck, Leiterin der Obernkirchener Jugendgruppe. Sie hatte ihre Jugendlichen darüber informiert, dass es in Hannover schon zehnjährige Straßenkinder gibt. Die evangelische Jugend der Bergstadt will sich noch weitere Möglichkeiten einfallen lassen, um auf diesem Feld Aktivität zu entfalten. Auch im Rahmen eines Familiengottesdienstes möchte man diese Thematik behandeln. Das Sammeln von Kleiderspenden und von Kollekten zur Unterstützung der Obdachlosen wären weitere sinnvolle Maßnahmen.



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