weather-image
28°
Möglichst schon zum Schuljahr 2008/09 / Neue Standorte von Eltern "unbedingt gewollt"

SPD will weitere neue Gesamtschulen

Landkreis (ssr). Die SPD-Fraktion im Kreistag will die Errichtung weiterer Integrierter Gesamtschulen (IGS) in Schaumburg erreichen - und zwar möglichst bereits zum 1. August 2008. Dieses werde von Eltern "unbedingt gewollt". Dies dürfe nicht weiter "eklatant" missachtet werden, heißt es in dem Antrag. Die Verwaltung wird darin aufgefordert, "bedarfsorientiert geeignete Standorte vorzuschlagen" und einen entsprechenden Antrag an das Kultusministerium zu stellen.

veröffentlicht am 13.10.2007 um 00:00 Uhr

Der SPD-Antrag wird in den Gremien des Kreisparlaments beraten und bedarf am Ende der Verabschiedung durch den Kreistag. Dass dies gelingen wird, daran hat SPD-Fraktionschef Eckhard Ilsemann keinen Zweifel. Er zählt auf die Unterstützung von Grüne/WIR und WGS. Der Bedarf an zusätzlichen Gesamtschulen sei in Schaumburg seit vielen Jahren durch die Anmeldezahlen an der bisher einzigen IGS "klar nachgewiesen", argumentiert die Fraktion. Für das laufende Schuljahr habe es bei den Bewerbungen um Aufnahme in den fünften IGS-Jahrgang beispielsweise 408 Ablehnungen gegeben, rechnete der Schaumburger SPD-Vorsitzende Karsten Becker vor. "Allein mit dieser Schülerzahl pro Jahrgang könnte man also kreisweit drei bis vier neue Gesamtschulen aufbauen", so Becker. Die Zahlen belegten eindeutig, dass mehrere neue Gesamtschulen in Schaumburg "unbedingt gewollt" würden, fuhr Ilsemann fort. Mit diesem Begriff bezog er sich wörtlich auf eine entsprechende Äußerung von Ministerpräsident Christian Wulff (CDU). Dieser hatte vor einigen Wochen angekündigt, die Landesregierung wolle das absolute IGS-Errichtungsverbot im Schulgesetz öffnen und "an Orten, an denen es noch keine gibt", Gesamtschulen zulassen, wo sie "unbedingt gewollt" seien. Allerdings hatte die Formulierung Wulffs offen gelassen, ob sich die Einschränkung der Orte auf Gemeindegrenzen oder auf Landkreise bezieht. Eine Vergrößerung der bestehenden IGS auf eine Sechs- oder Achtzügigkeit, wie sie vom Ministerium als Alternative angeregt worden ist (wir berichteten), wird von der SPD-Fraktion abgelehnt. Sie sei räumlich gar nicht möglich, pädagogisch überhaupt nicht sinnvoll und würde nicht annähernd den tatsächlichen Bedarf decken. Ein zusätzliches Problem, so die Argumentation weiter, würde sich durch den weiter zunehmenden Schülertransport ergeben.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare