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Ilsemann wirft Drewes oberflächliche Profilierungsversuche vor

SPD: Wahlkampfgetöse ersetzt nicht Kompetenz

Landkreis (jl). Führende Vertreter der Schaumburger SPD haben gestern in einer Pressemitteilung auf die Attacken des CDU-Landratskandidaten Klaus-Dieter Drewes gegen den Amtsinhaber und Mitbewerber Heinz-Gerhard Schöttelndreier reagiert. Parteichef Heiner Bartling hat dem Landrat empfohlen, auf das Wahlkampfgetöse seines Kontrahenten demonstrativ gelassen zu reagieren: "Jüngeres Alter ersetzt nicht Kompetenz und Erfahrung!"

veröffentlicht am 03.06.2006 um 00:00 Uhr

Eckard Ilsemann, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion: "Mit dieser substanzlosen Rede und diesen allgemeinen Verbalattacken hat sich der Kandidat selbst reduziert. Offenbar geht es ihm nur darum, sich in Szene zu setzen. Wir sind froh, dass Heinz-Gerhard Schöttelndreier sein Wissen und seinen Erfahrungsschatz weitere vier Jahre zur Verfügung stellt. Und wer sagt denn, dass die Altersgrenze in den nächsten Jahren nicht - wie in Nordrhein-Westfalen - noch angehoben wird." Einem Kandidaten, dem es bereits zu viel sei, die Berichte zum Haushalt zu lesen und in sich aufzunehmen, "fehlt ganz offensichtlich die Qualifikation eine derart herausragende Verantwortung zu übernehmen." Ilsemann weiter: "Ich hoffe, dass die CDU weiterhin zu einem kooperativen Miteinander im Kreistag bereit ist. Gemeinsam sind viele zukunftsfähige Konzepte auf den Weg gebracht worden. Deshalb sind in der Regel auch einstimmige Beschlüsse zu Stande gekommen. Herr Drewes hat aber offenbar keine Scheu, genau das zu kritisieren. Indem er jedoch gemeinsam gefasste Beschlüsse in Frage stellt, haut er seine eigenen Parteikollegen in die Pfanne." Dr. Egon Crombach, SPD-Kreistagsabgeordneter, pflichtet dieser Einschätzung bei: "Die Bilanz des Landkreises lassen wir uns von ihm nicht schlechtreden. Darüber hinaus ist der Kreis bekannt für seine schnellen und sachgerechten Entscheidungen." Klaus-Henning Lemme, ehemaliger Oberkreisdirektor, weist darauf hin, dass der Landkreis sich im Wettbewerb mit anderen Regionen gut positioniert hat: "Die Kooperation mit den Landkreisen Hameln-Pyrmont, Holzminden und Nienburg hat Vorbildcharakter. Auch auf anderen Feldern steht der Landkreis gut da. Die Wirtschaftsförderung ist anerkannt. Im Bereich der Existenzgründungen liegt der Landkreis landesweit im ersten Drittel." Heiner Bartling, SPD-Unterbezirksvorsitzender, hebt hervor, dass sich der Kreis bereits frühzeitig des Themas "Familienfreundlichkeit" angenommen habe. Dazu habe es nicht erst eines Beschlusses wie bei der CDU bedurft. In Richtung des CDU-Kreisvorsitzenden Burkhard Balz ergänzt er: "Selbstverständlich muss Familienpolitik Chefsache sein. Immerhin handelt es sich um eine Querschnittsaufgabe, die nur im Konzert mit allen betroffenen Bereichen nach vorn gebracht werden kann. Dazu bedarf es der Koordinierung und des Antriebs auf oberster Ebene. Dieses in einem gesonderten Verwaltungsbereich anzusiedeln, würde der Bedeutung des Themas nicht gerecht."

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