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Ulrich Goebel mit Stimmen von CDU, WGS und FDP gewählt

SPD verweigert Zustimmung

Rinteln (wm). Rintelns alter und neuer Ortsbürgermeister heißt Ulrich Goebel. Dessen Wahl hat sich am Donnerstag völlig unkompliziert gestaltet, nachdem die SPD auf die Aufstellung eines eigenen Kandidaten verzichtet hatte.

veröffentlicht am 17.11.2006 um 00:00 Uhr

Ortsbürgermeister Ulrich Goebel (l.) und sein Stellvertreter Vei

Allerdings verweigerte die SPD dafür geschlossen Goebel ihre Zustimmung, wobei die neue SPD-Fraktionssprecherin Astrid Teigeler-Tegtmeier abmildernd Goebel versicherte, er solle das nicht persönlich nehmen, aber die SPD habe zumindest erwartet, den Stellvertreter stellen zu können. Den beanspruchte - analog zum Prozedere im Stadtrat, wo die Mehrheitskoalition SPD und Grüne die Ämter unter sich aufgeteilt hatte - im Ortsrat die CDU und kürte mit WGS und FDP Veit Rauch zum stellvertretenden Bürgermeister, der gleichzeitig Sprecher der CDU-Fraktion ist. Gerhard Helmhold (Grüne) enthielt sich bei beiden Wahlgängen der Stimme. Als stellvertretenden Fraktionssprecher benannte die CDU Kay Steding, die SPD Ursula Mücke. Keine 20 Minuten brauchte der neue Ortsrat, um den von der Verwaltung vorgelegten Haushalt abzuhaken. Offen blieb die Frage, ob die Grundschule Süd auch eine Laufbahn erhalten soll - eine Sprunggrube ist bereits angelegt worden. Die Friedhofskapelle am Seetor soll einen behindertengerechten Zugang bekommen und - was Karl Lange (SPD) besonders freute - in der Nordstadt Schraderstraße, Krönerstraße, Ostpreußenweg, und Stettiner Straße saniert werden. Veit Rauch vermisste analog zu den Vorjahren einen Ansatz für Hochwasserschutzmaßnahmen. Erster Stadtrat Jörg Schröder erläuterte, die seien mit der letzten Baumaßnahme des Programms, dem Bau des Durchlasses in der Dauestraße ausgereizt. Die Stadt habe noch eine Hochwasserschutzwand angeschafft, die beim THW gelagert werde - mehr sei "sinnvoll" an Vorsorge nicht zu machen. In der Einwohnerfragestunde mahnten Bäckerstraßenanwohner die zugesagte Geschwindigkeitsüberwachung an. Jörg Schröder erläuterte, zurzeit würden zwei Politessen für den Einsatz im Radarwagen des Landkreises Hameln-Pyrmont ausgebildet, den sich die Stadt Rinteln ausleihen könne.

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