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Bürgermeister: Breite Mehrheit für kleine Lösung

SPD: Umbau-Zahlen vorlegen und wiederüber Anbau reden

Obernkirchen (rnk). Für den Bürgermeister ist der Anbau für das Rathaus - und damit der Ratssaal - vom Tisch, für die SPD und ihren Fraktionschef Wilhelm Mevert ist dagegen ein Umbau mit einstöckigem Anbau noch immer im Bereich des Möglichen: Vorgestern haben die Fraktionen getagt, Bürgermeister Oliver Schäfer hat noch einmal für das reduzierte Modell geworben, das die Kosten deutlich senken wird. CDU/WGO sowie Grüne/WIR hatten schon im Vorfeld erklärt, auf den Anbau verzichten zu wollen, nur die SPD und vor allem deren Fraktionsvorsitzender Wilhelm Mevert hatten noch die größere Lösung favorisiert.

veröffentlicht am 16.05.2008 um 00:00 Uhr

Bleibt das, wie es ist? Ein Rathaus mit Ratssaal.

Schäfer wollte sich gestern zu den Gesprächen nicht weiter äußern, ließ aber durchblicken, dass er sein Ziel wohl erreichen werde: Er sei frohen Mutes, dass der Umbau ohne Anbau in der nächsten Sitzung des Rates "von einer breiten Mehrheit" beschlossen werde. Eine Aussage, hinter die der SPD-Fraktionsvorsitzende Wilhelm Mevert allerdings ein dickes Fragezeichen setzt. Zugestimmt habe die SPD vorgestern, dass die genauen Kosten für den Umbau ermittelt würden, zugleich solle berechnet werden, mit wie viel Geld der einstöckige Anbau zu Buche schlagen würde, erklärte er auf Nachfrage. Denn Mevert sieht noch Spielraum bei den Standards: "Die müssen zurückgeschoben werden." Er machte dabei folgende Rechnung auf: 550 000 Euro Umbaukosten, 280 000 Euro einstöckige Anbaukosten - das wären dann unter dem Strich jene 800 000 Euro, die der Stadtrat einst als Grenze festgelegt habe. Wenn die genauen Zahlen vorliegen würden, so Mevert, dann müsse sich der Rat grundsätzlich fragen, was er sich leisten wolle. Außerdem müsse geprüft werden, ob und wie viel es teurer werde, in zwei Bauabschnitten zu arbeiten, also erst den Umbau und dann noch einen möglichenAnbau. In zwei Punkten stimmt Mevert mit allen anderen Politikern und der Verwaltungüberein: Die vorgeschriebene Fluchttreppe an der Westseite wird beim Umbau mitgebaut, und zwar so, dass bei einem Anbau dieser problemlos installiert werden könne, und: "Es muss auch mal ein Ende haben, wir können nicht noch eine neue Variante diskutieren." Zufriedenäußerte sich gestern CDU/WGO-Gruppensprecher Martin Schulze-Elvert. Man werde dem Vorschlag des Bürgermeisters zustimmen, lasse dieser doch die Option offen, in finanziell besseren Zeiten die Anbaupläne noch einmal aus der Schublade herausholen zu können: "Damit können wir uns anfreunden." Die SPD-Fraktion im Rat lädt alle interessierten Bürger und Vereinsvertreter zu einer öffentlichen Sitzung der Fraktion am Dienstag, 27. Mai, mit Ortsbesichtigung ein. Treffpunkt ist um 16 Uhr am Haupteingang des Bornemann-Verwaltungsgebäudes in der Bornemannstraße 1. Zusammen mit den im Rat der Stadt vertretenen Fraktionen und Gruppen soll im Zuge der städtebaulichen Entwicklung eine Besichtigung des Gebäudes erfolgen. Ansprechpartner sind Wilhelm Mevert, (05724) 392 937, und Jörg Hake: (05724) 4127.



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