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Zwei Fahrzeuge für Jugendfeuerwehren

SPD setzt sich mit 4:3 Stimmen durch - für Transporter

Rehren (la). Erstmals in dieser Legislaturperiode hat die SPD-Fraktion ihre knappe Mehrheit im Verwaltungsausschuss genutzt, um ein geplantes Vorhaben durchzusetzen. Mit 4:3 Stimmen - die vier Ja-Stimmen von der SPD und drei Nein-Stimmen von CDU und WGA - wurde die Anschaffung von zwei Transportfahrzeugen für Kinder- und Jugendfeuerwehren sowie für die Jugendarbeit in der Gemeinde Auetal beschlossen.

veröffentlicht am 09.11.2007 um 00:00 Uhr

Die beiden Fahrzeuge werden für die Kinder- und Jugendfeuerwehren angeschafft und dem Gemeindebrandmeister übergeben. Bei Bedarf und freien Kapazitäten, können die Fahrzeuge auch für die offene Jugendarbeit genutzt werden. Eine feuerwehrtechnische Aufrüstung ist nicht gestattet. Gemeindebrandmeister Karl-Heinz Nothold entscheidetüber die Stationierung und die Vergabe, beziehungsweise den Einsatz der Fahrzeuge. Im Katastrophenfall können diese auch von den Ortsfeuerwehren benutzt werden. "Ein Fahrzeug wird in Antendorf und eins in Rehren stationiert werden", sagte Nothold. Ein drittes Fahrzeug will er für 2008 beantragen. Das soll dann in Kathrinhagen untergestellt werden. 15 000 Euro dürfen die Transporter pro Stück höchstens kosten. Der Rat muss in seiner nächsten Sitzung am 10. Dezember noch der erheblichen überplanmäßigen Haushaltsüberschreitung im Vermögenshaushalt in Höhe von 30 000 Euro zustimmen. "Damit hat die Verwaltung ausreichend Zeit und Gelegenheit, geeignete Gebrauchtfahrzeuge für den sicheren Transport für Kinder und Jugendliche zu finden", stellte Bürgermeister Thomas Priemer fest. Außerdem erhalten die Auetaler Feuerwehren sowie alle Institutionen der Gemeinde, die Jugendarbeit leisten, zur sicheren Beförderung der Kinder und Jugendlichen, zusätzlich die Möglichkeit zur Nutzung des gemeindeeigenen Bullis. Mit dem Ende des Leasingvertrages für das Dienstfahrzeug im März 2008 soll beraten und entschieden werden, ob ein weiteres Fahrzeug angeschafft werden soll. Aus Sicht des Bürgermeisters ist damit eine akzeptable Lösung für alle Interessen, sowohl die der Kinder- und Jugendfeuerwehren, als auch der mit der Jugendarbeit in der Gemeinde Auetal beschäftigten Vereine und Institutionen gefunden worden. "Mit dieser Entscheidung wird die Jugendarbeit in der Gemeinde unterstützt", so Priemer. Damit sei auch sichergestellt, dass der sichere Transport von Kindern und Jugendlichen in gemeindeeigenen Fahrzeugen mit geeigneten Rückhalteeinrichtungen klar der Vorzug gegenüber den Ausnahmetatbeständen in der Straßenverkehrsordnung gegeben wird. "Es kommt mir nicht darauf an, dass es irgendwelche Ausnahmeregelungen in bundesgesetzlichen Vorschriften gibt, die zum Ausdruck bringen, dass kleine Kinder auch unangeschnallt in Feuerwehrfahrzeugen mitgenommen werden dürfen, sondern Kinder sicher zu transportieren, vor allem in gemeindeeigenen Fahrzeugen, so wie sie es in privat genutzten Fahrzeugen gewohnt sind", sagte Priemer im Gespräch mit unserer Zeitung. Er hofft, dass der Gemeinderat in der nächsten Sitzung die finanziellen Mittel zum Kauf zur Verfügung stellen wird. Allerdings wird auch im Rat eine Kampfabstimmung erwartet.



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