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Selbstkritik im Stadtverband: "Die Gruppe hat gut zusammengearbeitet - das Problem lag bei uns"

SPD setzt bei der Wahl auf Knechtel und Insinger

Bückeburg (jp). Mit breiter Mehrheit hat die Bückeburger SPD ihre Kandidatenlisten für die Kommunalwahl abgesegnet. Auf einer Mitgliederversammlung stimmten die Mitglieder des SPD-Stadtverbandes über die auf zwei Listen antretenden insgesamt 21 Kandidaten für den Stadtrat sowie die Kreistagsliste ab. Liste eins umfasst Kandidaten aus Bergdorf, Müsingen, Rusbend, Meinsen, Warber und Scheie, Liste zwei aus Cammer, Evesen und der Kernstadt. Fast alle Listenplatzierungen wurden einstimmig oder mit nur wenigen Gegenstimmen bestätigt.

veröffentlicht am 26.04.2006 um 00:00 Uhr

A. Knechtel

Eine schwierige und wechselvolle Entwicklung liege hinter der Bückeburger SPD, erklärte die Stadtverbandsvorsitzende Grit Schmidt. Als man 2001 die Koalition mit Grünen, FDP und Unabhängigen schnürte, hätten nur wenige an ein Bündnis von Dauer geglaubt. Aber: "Wir haben eine solide, kooperative Zusammenarbeit mit sehr verlässlichen Gruppenpartnern erlebt. Das Problem lag vielmehr bei uns selbst." Womit, ohne es wörtlich auszusprechen, der Verlust der Mehrheit und die Austritte der Ratsmitglieder Jürgen Hockemeier, Edeltraut Müller und Volker Preul gemeint waren. Grit Schmidt: "Hier ist einiges bereinigt worden." Liste eins der Bückeburger SPD wird von der Ortsvereins-Vorsitzenden Anka Knechtel angeführt, Liste zwei von Fraktions-Chef Bernd Insinger. Auf Liste eins folgen Albert Brüggemann, Rosie Steinert, Jens Meier, Renate Hattendorf-Strahler, Gerhard Heinrichsmeier, Bernd Wolf, Thomas Rippke, Fred Levenhagen und Andreas Struckmann. Auf Liste zwei folgen Horst Schwarze, Renate Barkhausen, Reinhard Luhmann, Dagmar Vogeler-Kreusel, Wolfhard Müller, Martina Hücker, Dieter Everding, Wilfried Wilharm, Christian Miesner und Reinhard Meiffert. Für den Kreistag gehen Horst Schwarze, Grit Schmidt, Ewald Waltemathe, Wolfhard Müller, Jens Meier, Gerd Vogel, Dagmar Vogeler-Kreusel, Wolf Bernd und Albert Brüggemann ins Kommunalwahlrennen. Konkrete Einwände gegen die Kandidatenaufstellung hatte allein Ernst Becker aus Müsingen vorzubringen. Der ehemalige Ortsvorsteher stieß sich am Listenplatz sechs für den Müsinger Kandidaten Gerhard Heinrichsmeier und forderte eine bessere Platzierung. In Müsingen sei der politische Wechsel dringend erforderlich, so Becker, die Lage der SPD vor Ort jedoch desolat, insbesondere, seit der letzte Vorsitzende Ernst Kasting den dortigen Ortsverein aufgelöst habe. Was diesen sofort zum Widerspruch herausforderte: Nachdem niemand mehr bereit gewesen sei, Funktionen im Ortsverein zuübernehmen, hätten die Mitglieder einstimmig für dessen Auflösung gestimmt, erklärte der ehemalige Bundestagsabgeordnete. Ihm sei als damaliger Ortsvereins-Chef gar keine andere Wahl geblieben, als die Auflösung zu vollziehen. Ernst Beckers Antrag, Gerhard Heinrichsmeier im Tausch mit Renate Hattendorf-Strahler auf Listenplatz fünf zu setzen, erteilten die SPD-Mitglieder mit 38 zu 18 Stimmen eine Abfuhr. Der Kandidat selbst zeigte sich übrigens ob der Schützenhilfe durch den ehemaligen Müsinger Ortsvorsteher alles andere als glücklich: Becker habe einen nicht abgesprochenen Alleingang unternommen, erklärte er am Rande der Sitzung gegenüber der Presse.

Barbara Teppe-Asche, ...
  • Barbara Teppe-Asche, ...
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