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Programm zur Kommunalwahl vorgestellt / "Fünf Frauen - das schafft Mut"

SPD setzt auf Zugewinn bei der Wahl: "Die anderen reden - wir handeln"

Auetal (rnk). Im Rahmen der Spiel- und Badeparty hat die Auetaler SPD ihr Programm für die Kommunalwahl vorgestellt.

veröffentlicht am 22.08.2006 um 00:00 Uhr

"Wir setzen auf Zugewinn", sagte der Vorsitzende, Andreas Watermann. Denn neben den bisherigen, erfahrenen Ratsmitgliedern sei es gelungen, einige junge, kompetente Kandidaten zu finden. Watermann: "Insbesondere freuen wir uns, dass fünf Frauen künftig die sachliche Arbeit der SPD unterstützen wollen. Bei den anderen Mitbewerbern fehlen Frauen fast gänzlich. Das schafft Zuversicht und macht Mut." Die Kandidatur von Thomas Priemer für das Amt des Bürgermeisters werde natürlich vorbehaltlos unterstützt. Sie sei die logische Konsequenz aus der in den vergangenen Jahren von der SPD eingeleiteten Sparpolitik im Personalbereich, so Watermann. In den letzten Jahren seien in der Verwaltung sechs Arbeitsplätze durch Umorganisation und Nichtbesetzung von Arbeitsplätzen bei Ausscheiden weggefallen. Watermann: "Durch unseren erklärten Willen, den Bürgermeister und auch Vertreter aus dem jetzigen Personal, also ohne zusätzliche Mehrkosten, zu stellen, wird die Bemühung zur weiteren Konsolidierung des Haushalts deutlich. Die anderen reden, wir handeln." Sachthemen gibt es im SPD-Programm auch. So sollen die begonnenen Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Infrastruktur in allen Ortschaften fortgesetzt werden. Von 1974 bis 2004 seien im gesamten Auetal rund 11,5 Millionen Euro für Straßenbau und Gehwege investiert worden, davon in Rolfshagen 2,3 Millionen und in Rehren 2 Millionen, rechnete Watermann vor. Hinzu kämen die Freibadsanierung, Dorferneuerungen und Wirtschaftswegebau in Höhe von weiteren 3,1 Millionen Euro. In allen Ortschaften seien Baugebiete ausgewiesen worden, die mittlerweile allesamt komplett erschlossen und zum großen Teil auch bebaut wurden. In allen Ortschaften sind erhebliche Investitionen geleistet worden. In den Jahren 2005/06 seien durch kurzfristig gewährte Landes- und Bundesmittel für Rehren sowie durch die Aufnahme der Ortschaft Rannenberg in das Dorferneuerungsprogramm weitere erhebliche Investitionen in den Straßenbau in Höhe von 300 000 Euro Eigenmittel geflossen. Auch die SPD setzt auf ein familienfreundliches Auetal. "Unser Antrag auf Einrichtung einer Ganztagsbetreuung an der Grundschule Auetal ist noch aktuell," so Watermann. Inzwischen sei die Einrichtung einer kompletten Gruppe mit Krippenplätzen in Rolfshagen Wirklichkeit. Die Weiterentwicklung sei bei entsprechendem Bedarf bei der SPD beschlossene Sache. Die Schulwegsanierung sei ein Dauerthema, meinte Watermann, der das Programm mit Priemer, Manfred Spenner und Hans-Jürgen Bethge als Fraktionsvorsitzender vorstellte. Ständige Veränderungen an der Infrastruktur würden eine ständige Überprüfung der Schulwegsicherung erfordern. Die Arbeit des Senioren- und Behindertenbeirats werde aktiv unterstützt, denn die demografische Entwicklung fordere Maßnahmen für ältere Menschen. Die Einrichtung eines Alten- und Pflegezentrum in Rehren sei ein wichtiger Schritt gewesen. "Zukünftig wird bei allen infrastrukturellen Änderungen ein besonderer Fokus auf die Verträglichkeit mit den Bedürfnissen alter und behinderter Menschen gerichtet", kündigte das Quartett an. Alle Vorhaben seien vor der Realisierung aufökologische Verträglichkeit zu prüfen. Finanzmittel für naturschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahmen sowie für eine sachgerechte Unterhaltung der Gewässer sollten zukünftig jährlich bereitgestellt werden. Ein "vorbildlicher Radwegeplan" sei auf SPD-Antrag hin von der Verwaltung erarbeitet worden, erklärte Watermann weiter. "Mit finanzieller Unterstützung durch das Land und Landkreis soll dieser umgesetzt werden." Im Vordergrund stehen der Radweg von Rolfshagen nach Borstel und die weitere Anbindung über Kathrinhagen, Rehren, Westerwald bis Schoholtensen. Zusätzliche Belastungen der Vereine sollen vermieden werden. Vielmehr werde die "partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und den Vereinen ausgebaut". Die Schaffung von Arbeitsplätzen im Gewerbegebiet hat bei der SPD weiter Priorität, meinte das Quartett. Die Aktivitäten müssten fortgesetzt werden. Es reiche nicht aus, Grundstücke zu verkaufen, sondern es müsse Wert auf Betriebe gelegt werden, die Arbeitskräfte benötigen würden. Die Hochwasserschutzmaßnahmen in Rehren und Klein-Holtensen sollen weitergeführt werden. Alle vier Politiker sprachen sich dafür aus, insbesondere Dorfgemeinschaften zu bilden und zu stärken. Die Willensbildungsprozesse müssten schon in den Ortschaften erfolgen.

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