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Gipfeltreffen mit allen Bürgermeistern

SPD: Schulfonds für Bedürftige in ganz Schaumburg

Landkreis (ssr). Die Schaumburger SPD will erreichen, dass an sämtlichen Schulen im Landkreis Schulfonds für bedürftige Kinder eingerichtet werden. SPD-Chef Karsten Becker hat zu diesem Thema alle Bürgermeister sowie den Landrat für kommenden Mittwoch zu einem Gipfeltreffen eingeladen. Die Sozialdemokraten gehen damit auf einen entsprechenden Vorschlag des DGB Weserbergland ein, der vor allem auf Kinder von "Hartz IV"-Empfängern bezogen ist (wir berichteten).

veröffentlicht am 06.09.2007 um 00:00 Uhr

"Wir bekommen aus den hiesigen Schulen immer mehr Hinweise, dass in den Klassen etliche Schüler sitzen, die nur unzureichend mit Schulsachen ausgestattet sind", berichtete Becker. Das gehe quer durch alle Schulformen. Ebenfalls zeichne sich ab, dass verstärkt Kinder nicht an Klassenfahrten oder anderen Schulaktionen teilnehmen könnten, weil ihre Eltern das nicht oder nur unter großenMühen bezahlen können. "Schüler erleben dadurch eine soziale Ausgrenzung - das ist für uns völlig inakzeptabel", so Becker. Nun seien für diesen Problembereich eigentlich Bund und Land zuständig, erläuterte Becker auf Anfrage - Berlin für die ausreichende Ausstattung der "Hartz IV"-Sätze im Hinblick auf schulpflichtige Kinder und Hannover für die Lernmittel. Die CDU/FDP-Landesregierung habe die Lernmittelfreiheit jedoch abgeschafft. Eine SPD-Landesregierung würde die zwar sofort wieder einführen, sagte Becker, aber: "Der Verweis auf andere Zuständigkeiten hilft aber den betreffenden Eltern in Schaumburg überhaupt nicht." Daher wolle die Schaumburger SPD erreichen, dass eine schnelle, pragmatische Regelung auf Kreisebene erreicht wird. Becker schwebt vor, Schulfonds jeweils direkt an die einzelnen Schulen anzubinden und von ihnen auch verwalten zu lassen. "Die Kollegien vor Ort wissen meinerÜberzeugung nach am besten, wo es wirklich bedürftige Familien gibt und wie das Geld dort verlässlich für die richtigen Zwecke hinkommt", erläuterte er. Wo es Fördervereine gebe, könnten diese in eine solche Struktur sinnvoll eingebaut werden, fügte der Initiator hinzu. Die SPD verfolge mit ihrem Vorstoß ausdrücklich das Ziel, dass sämtliche Schulen in Schaumburg dabei mitmachen, "um eine gewisse Verlässlichkeit zu gewährleisten". Mit diesem Ziel hat der SPD-Unterbezirk alle Bürgermeister, den Landrat sowie die SPD-Fraktionschefs der Städte und Samtgemeinden zu einer Unterredung für kommenden Mittwoch eingeladen. Becker strebt durchaus an, eine Regelung noch in den kommenden Monaten - also für das laufende Schuljahr - hinzubekommen.



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