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Bückebergstraße soll "entschärft" werden / Ergebnis am 21. November / Bau von Schikanen unwahrscheinlich

SPD prescht vor: Tempo-Messung in Buchholz

Buchholz (tw). Bei Maßnahmen gegen Raser auf der Bückebergstraße will sich die Buchholzer SPD-Fraktion von der Mehrheitsgruppe aus WiB und CDU nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. "Wir sind mit dem Wahlversprechen angetreten, dass wir uns für ein mehr an Verkehrssicherheit auf Buchholz Straßen und Radwegen einsetzen. Anfang September haben wir die Ärmel hochgekrempelt und uns dem Projekt Bückebergstraße angenommen", berichtet Frank Rinne, Chef des SPD-Ortsvereins Buchholz, in der November-Ausgabe des Partei-Blattes "Der Buchholzer Bote". Es soll bis zum 17. November an die Haushalte des Ortes verteiltsein.

veröffentlicht am 14.11.2007 um 00:00 Uhr

Frank Rinne

Rinne zu den Bemühungen: "Am 5. September konnten wir bei einem Gesprächstermin in der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hameln erreichen, dass die Ortsdurchfahrt Buchholz bei der nächsten Verkehrsbesprechung mit dem Landkreis auf die Tagesordnung kommt." Darauf habe am 19. September ein Ortstermin stattgefunden, an dem der Sachbearbeiter der Landesbehörde, drei Vertreter vom Landkreis, ein Vertreter der örtlichen Polizei und zwei Mitglieder der SPD-Fraktion teilnahmen. Besichtigt worden seien an dem Tag die baulichen Gegebenheiten am Ortsausgang Buchholz in Richtung Rolfshagen. Außerdem sei die aktuelle Beschilderung erörtert und der Verkehrsfluss der ein- und ausfahrenden Fahrzeuge beobachtet worden. Der Ortsvereinschef: "Nach dem Zusammentragen der gewonnenen Eindrücke und der Darlegung unserer Vorschläge zur Geschwindigkeitsreduzierung wurde uns von den Anwesenden eine Messung des fließenden Verkehrs zugesichert." Diese Messung habe in der Zeit vom 9. bis 12. Oktober am Ortsausgang und in der Ortsmitte stattgefunden. Bei der Messung wurden Messplatten auf die Fahrbahnmitte aufgeklebt und deren Signale an die Messstation am Straßenrand weitergeleitet. Vorteil einer derartigen Messung gegenüber verkehrsbeobachtenden Messungen sei, dass an Hand der ermittelten Daten die Fahrzeuganzahl, die gefahrene Geschwindigkeit je Fahrzeug und die Art der Fahrzeuge ermittelt werden könne. Das Messverfahren unterscheide zum Beispiel einen Lkw von einem Pkw und trifft damit konkretere Aussagen, da die Daten fahrzeugspezifisch aufgeführt würden. "Die zwei Messorte am Ortsausgang (Höhe Schulzik/ Kaminski) und Ortsmitte (Höhe Pullner/Köster) waren uns wichtig, um einen breiten Querschnitt über die Spitzen der Geschwindigkeitsüberschreitung auch im Ortsinneren zu bekommen", so Rinne. Täglich beführen rund 10 000 Fahrzeuge die Bückebergstraße in oder aus Richtung Obernkirchen kommend. Das Ergebnis der Auswertung soll dem SPD-Ortsverein voraussichtlich Mittwoch, 21. November, in Stadthagen beim Landkreisübergeben werden. Rinne: "Wie den Medien zu entnehmen war, befasst sich die WIB seit Mitte September ebenfalls mit dem Thema Verkehrsberuhigung. Aus diesem Anlass werden wir Bürgermeister Hartmut Krause herzlich zu dem genannten Erörterungstermin einladen." Grundsätzlich sei anzumerken, dass die Bückebergstraße als Landesstraße nicht einfach mit Baumaßnahmen ("Schikanen") zur Geschwindigkeitsreduzierung "gespickt" werden könne. Als so genannte qualifizierte Straße müssten alle Massnahmen so angeordnet und errichtet sein, dass vornehmlich der Verkehrsfluss nicht gehemmt wird. "Die Auswertung der Daten", so der Ortsvereinschef abschließend, "wird uns jedenfalls aufzeigen, ob und in wie weit unsere Vorstellungen von Seiten der Verkehrsbehörden unterstützt werden können".



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