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SPD Nienstädt sagt Ja zu Bartling

Landkreis (gus). Der vom SPD-Unterbezirk Schaumburg als Kandidat für die Landtagswahl 2008 vorgeschlagene Heiner Bartling hat von seiner Partei Geschlossenheit gefordert. Mit Blick auf das eindeutige Votum der heimischen CDU für deren Kandidaten Joachim Runkel nannte der frühere niedersächsische Innenminister dies die Grundlage für den Sieg. Auch die Nienstädter Genossen unterstützen Bartling.

veröffentlicht am 16.02.2007 um 00:00 Uhr

Gegenüber dem SPD-Ortsverein Nienstädt nannte Bartling es sein "ausdrückliches Ziel", den Schaumburger Wahlkreis zurückzugewinnen. Allerdings tritt dieser in einem nach der Wahlkreisreform neu modellierten Zuschnitt an. Diesen für die SPD zu entscheiden, sei deshalb umso wichtiger, um Schaumburger SPD-Interessen vertreten zu können. Aus Rinteln, das nicht im reinen Schaumburger Wahlkreis liegt, stammend, sieht sich Bartling als Kandidat für den gesamten Landkreis. Wenn er "in Nenndorf kaum gesehen" worden sei, so die Kritik von dort, sei dies seinen umfangreichen Zuständigkeiten innerhalb der niedersächsischen SPD geschuldet. Er sei innenpolitischer Sprecher und im Fraktionsvorstand tätig. Eckhart Ilsemann signalisierte Bartling die geschlossene Unterstützung des Samtgemeindeverbands Nienstädt. Die Chancen auf einen Sieg gegen den CDU-Herausforderer bewertet Bartling vorsichtig optimistisch. Die Wahl 2003 müsse wegen des verheerenden Landestrends ausgeklammert werden. Anhand von Zahlen aus dem Jahr 1998 ergebe sich für das jetzige Wahlkreisgebilde ein Stimmenvorteil von rund 11 000. Das hat laut Bartling der Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy ausgerechnet. Einen Gesamtsieg für die SPD hält der mögliche Schaumburger Kandidat nicht für ausgeschlossen. Es gelte deutlich zu machen, dass das "Lieblingsschwiegersohn-Image" Christian Wulffs bereits Schaden genommen hat. Die Einschnitte imöffentlichen Dienst entgegen der CDU-Wahlkampfankündigung, die versprochene aber aus Sicht Bartlings ausgebliebene Stärkung der Hauptschule und Wulffs Niederlage im Machtkampf mit VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch nannte der Innenpolitiker als mögliche Ansatzpunkte. Mit dem Modell "Gemeinsame Schule" wolle sich seine Partei von der CDU absetzen.



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