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Versammlung des Rodenberger SPD-Samtgemeindeverbandes fördert unterschiedliche Standpunkte zutage

SPD: Nicht nur beim Reizthema B 65über Kreuz

Samtgemeinde Rodenberg (bab). Obwohl die Vorsitzende des SPD-Samtgemeindeverbands, Marina Brand, bei der Einführung zur Jahresversammlung Einheitlichkeit in Sachen B 65-Ausbau anmahnte, entspann sich am Ende der zweieinhalbstündigen Sitzung eine kontroverse Diskussion. Klagen gab es zudem zur parteipolitischen Arbeit der SPD. Bemängelt wurden mangelnde Darstellung in der Öffentlichkeit, fehlende Zusammenarbeit der politischen Ebenen, dürftiges politisches Interesse an den Veranstaltungen und unbefriedigende Kooperation im Unterbezirk.

veröffentlicht am 12.03.2007 um 00:00 Uhr

Karsten Becker will Vorsitzender des SPD-Unterbezirks werden, Ro

Samtgemeindebürgermeister Uwe Heilmann machte keinen Hehl daraus, dass er sich von der Geschäftsführerin des Unterbezirks, Grit Schmidt, mehr erwartet. Karsten Becker, Kandidat für den Unterbezirksvorsitz und Stadtverbandsvorsitzender in Stadthagen, setzt auf verbesserte Zusammenarbeit, hält jedoch nichts davon, "einzelne zu diskreditieren". "Wir waren immer auf uns alleine gestellt", sagte Heilmann im Hinblick auf die Wahlkämpfe der vergangenen Jahre, "die Geschäftsführerin war nicht in Sicht." Er wollte Beckers Einschätzung, der Unterbezirk sei "gut aufgestellt", nicht teilen. Er erwarte sich vom Unterbezirk künftig mehr Engagement. "Mit ,weiter so' werden wir nicht erfolgreich sein können. Wenn das so weitergeht, habe ich meine Sorgen", sagte Heilmann. Auch Becker hatte zuvor eine bessere Vernetzung der politischen Arbeit gefordert. Die Kritik an bestimmten Positionen wollte er aber unterlassen. Becker will eine Zusammenarbeit "auf Basis von Vertrauenskultur", um "Verwerfungen zu vermeiden". "Dafür stehe ich." Dass im Unterbezirk einiges verbessert werden muss, hatte er zuvor dargelegt. Es müsse eine stärkere Vernetzung über die Gemeinden hinaus geben. Am Beispiel KGS Obernkirchen wies er nach, dass der SPD im Landkreis eine "einheitliche Positionierung gefehlt" habe. Das Profil und das Selbstverständnis müsse durchaus gestärkt werden. Becker wünscht sich innerhalb der Partei einen "Blick fürs Ganze". Im Service- und Fortbildungsbereich will Becker eine bessere Verknüpfung, damit die einzelnen Ortsvereine nicht alleine und mit mäßiger Resonanz operieren müssten. Renate Volk von der Rodenberger AsF und Robin Heilmann von den Jusos sowie Hans-Dieter Brand, Vorsitzender des Rodenberger Ortsvereins, hatten zuvor das geringe Interesse beklagt, das in weiten Teilen der Bevölkerung auszumachen ist. Sogar die eigenen Genossen zeigten wenig Engagement für Veranstaltungen, so Volks. Bei der Samtgemeinde-SPD herrscht zudem der Eindruck vor, die CDU habe zurzeit die besseren Karten, wenn es um die Darstellung in der Presse geht. Hans-Dieter Brand griff dies und die Kritik der Zusammenarbeit auf, um an die Kontroversen bei der B 65 zu erinnern. Er glaubt, die Kreistagsfraktion und die Kreisverwaltung haben Probleme mit den Rodenberger Anliegen. Es gebe eine klare Position auf Unterbezirksebene, die für Arbeitsplätze stehe, so Becker. Wirtschaftlichkeit sei abhängig von der Verkehrsinfrastruktur und somit vom Ausbau der Verkehrswege. Auch hierzu fand Heilmann deutliche Worte. Stadthagen habe vor mehr als 20 Jahren durch "Arroganz" "verpennt", den Mittelstand zu fördern. Die Nachbargemeinde Nienstädt habe Gewerbegebiete geschaffen, während die Kreisstadt nur auf die Großen gesetzt habe, die dann abgewandert seien. Für Becker sind eher Globalisierung und die Öffnung Osteuropas der Grund der Schwierigkeiten. Die Mitglieder des Samtgemeindeverbandes griffen die Diskussion auf, um ihre Positionen zur B 65 zu beziehen, zumeist lieferten sie die bereits die bekannten Argumente. Apelerns Bürgermeister Heinrich Oppenhausen, Mitglied im Kreisbauausschuss, verteidigte die Position der Rodenberger Kreistagsmitglieder. "Ich hatte von hier aus als einzigen Kritikpunkt mitgenommen, dass die B 442 vernünftig angebunden wird", erinnerte er.



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