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Bartling als Landtagskandidat umstritten / Paul für 50-jährige Parteitreue geehrt

SPD Auetal beklagt Mitgliederschwund

Hattendorf (la). "Nach der Gründung der SPD Auetal vor vier Jahren haben wir es geschafft, die politische Arbeit im Auetal aufrecht zu halten und haben eine grundsolide Positionierung erzielt", sagte der Vorsitzende der SPD Auetal, Andreas Watermann, während der Hauptversammlung im Feuerwehrgerätehaus Hattendorf.

veröffentlicht am 20.03.2007 um 00:00 Uhr

Der Vorsitzende der SPD Auetal, Andreas Watermann (r.), dankt Wa

Allerdings habe der Ortsverein Auetal in dieser Zeit auch einen hohen Mitgliederschwund zu verzeichnen. "Wir haben 23 Prozent unserer Mitglieder durch Austritte verloren und acht Prozent durch Todesfälle", beklagte Watermann. Weitere zehn Prozent habe man streichen müssen, weil sie ihren Beitragszahlungen nicht nachgekommen seien. Den Grund für den Mitgliederschwund sieht Watermann in der Politik in Berlin. "Wer nicht mehr genug Geld zum Leben hat, der spart an der Stelle, wo diese Misere entstanden ist", so Watermann. Allerdings seien auch neue jüngere Mitglieder aufgenommen worden, so dass dem Ortsverein derzeit 89 Mitglieder angehören. Der Elan der politischen Basisarbeit sei verflogen. "Arbeitsgruppen funktionieren nur so gut, wie die Menschen, die ihnen vorstehen und die Arbeit damit maßgeblich prägen", sagte Watermann und nannte die AG Bau mit Manfred Spenner an der Spitze als gutes Beispiel. "Die Einigung des Auetals in Bezug auf den Ortsverein hat leider auch nur im administrativen Bereich funktioniert", stellte Watermann fest. Gerade während der Kommunalwahl habe sich jeder nur auf seinen Ort fokussiert. Die Kommunalwahl sei mit 4510 Euro recht teuer gewesen. "Ohne die vielen Spenden hätten wir das nicht finanzieren können", sagte Kassierer Andreas Tegtmeier. Eine kontroverse Diskussion gab es schließlich über die geplante Straßenausbaubeitragssatzung. Hier soll im Frühsommer unter Mitgliederbeteiligung ein abschließender Standpunkt der SPD beschlossen werden. Karsten Becker, Kandidat für den Unterbezirk Schaumburg, stellte sich den Auetaler SPD-Mitgliedern vor. Zur Delegierten für den Unterbezirksbeirat wurde Gabi Willers gewählt. Für 50-jährige Parteitreue wurde Walter Paul ausgezeichnet. Fritz Hartmann ist ebenso lange Mitglied in der SPD. Da er inzwischen in einem Seniorenheim lebt, bekommt er demnächst Besuch von Andreas Watermann, der die Urkunde überreichen will. Auchüber die Landtagswahl im Januar 2008 sprachen die 22 anwesenden SPD-Mitglieder. Der Kandidat für den neuen Wahlkreis, Heiner Bartling, ist im Auetal nicht unumstritten. Nach einer Diskussion sprach sich allerdings die Mehrheit dafür aus, Bartling vom Auetal aus zu unterstützen. Einstimmig wiedergewählt wurde der Vorstand der SPD Auetal mit Andreas Watermann (1. Vorsitzender), Manfred Spenner und Wilhelm Dieterich (stellvertretende Vorsitzende), Andreas Tegtmeier (Kassierer), Wolfgang Niemann (stellvertretender Kassierer), Kai-Uwe Gellermann (Pressesprecher) und Anja Gellermann (Schriftführerin). Für den 11. Mai lädt die SPD Auetal wieder zum "Bock auf Matjes" ein.



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