weather-image
10°

Zehntes Straßentheater-Festival / Erster Platz für die Don-Quixote-Persiflage

Spaß zwischen Klassik und Klamauk

Holzminden (rei). Das zehnte Straßentheater-Festival verwandelte Holzminden drei Tage lang wieder in eine Bühne, auf der Klassik und Klamauk gespielt wurden. Auch diesmal war (fast) alles dabei, was ein gutes Straßentheater-Festival ausmacht. Es gab schrille, freche und manchmal richtig irre Komik. Dafür waren in erster Linie die „Irrwisch Grannies“ aus Österreich verantwortlich. Vor ihnen war niemand und nichts sicher. Ein wenig „zahmer“ präsentierte sich die Compagnie Colbok – ob als Fliegerstaffel oder als ausgerissene Ballerinas.

veröffentlicht am 01.06.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 11:21 Uhr

Die „Bängditos“ auf dem Johannismarkt lieferten eine
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Den Preis holte sich – erwartungsgemäß – die holländische Gruppe „Theater Gajes“ mit ihrer phänomenalen Don-Quixote-Persiflage auf der Steinbreite. Das Spiel auf Stelzen mitten in der Menge war nicht nur eine akrobatische Glanzleistung, es ermöglichte „freie Sicht auf allen Plätzen“und sorgte für ein klein bisschen Nervenkitzel durch die überraschenden Einmärsche der Riesen.

Die „Bängditos“ auf dem Johannismarkt trafen indes auf geteilte Meinung: Ihr „Überfluss“ aus dem Springbrunnen entpuppte sich als derbe Wasserschlacht auf Kosten zahlreicher Zuschauer.

Damit zur dritten Abend-Inszenierung: „Le Filoscope“ der Compagnie Carabosse im Kauffmannsgarten. Wer‘s gesehen hat – besser gesagt: sehen konnte – fand es ganz gut. Viele Besucher waren aber auch enttäuscht. Favorit vieler Straßentheater-Kenner war übrigens das „Theatre Fragile“ auf dem Schulhof der Karlschule. Es erzählte sehr einfühlsam, ja fast zärtlich, die Geschichte von Migranten. „Fragile“ und auch das Ensemble „Hortzmuga“ aus Spanien mit den Szenen aus dem Leben Obdachloser übernahmen diesmal den „schwermütigen“ Part des Festivals. Irgendwo zwischen ihnen und den „Irren Omas“ lag die Poesie der Compagnie „Les Element Disponibles“ auf dem Kirchplatz und der Koffer-Slapstick der belgischen Gruppe „The Primitives“.

Ob es am Ende die erwarteten 40000 Besucher waren – keine Ahnung. Aber es waren sicher genug.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt