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Arbeiten in der Hauptstelle Bad Nenndorf beginnen am 18. Juni / Umzug ins ehemalige Kurhaus

Sparkasse investiert drei Millionen in Umbau

Bad Nenndorf (rwe). Die Sparkasse Schaumburg investiert mehr als drei Millionen Euro in den für sie wichtigen Standort Bad Nenndorf. Das Unternehmen baut die Geschäftsstelle an der Hauptstraße grundlegend um und zieht deshalb Mitte Juni für etwa zehn Monate in das ehemalige Kurhaus.

veröffentlicht am 14.05.2007 um 00:00 Uhr

Die Zeitenändern sich und mit ihnen die Bedürfnisse der Kunden. Dieser Erkenntnis will die Sparkasse Schaumburg in Bad Nenndorf nach eigenen Worten nun Rechnung tragen. Seit 1931 residiert das Geldinstitut an der Hauptstraße, zunächst als Mieter. 1937 erwarb es neben an das Grundstück, auf dem es 1953 die eigene Filiale errichtete. Diese wurde dann 1987 ausgebaut. Die letzten Arbeiten datieren von 2001, als ein zweiter Selbstbedienungsbereich im Norden an den Parkplätzen hinzu kam. "Wir stellten fest, dass mehr als die Hälfte der Kunden von dieser Seite in unser Haus kommt", erinnert sich Vorstandsmitglied Günther Klußmeyer, der zusammen mit Marktbereichsleiter Frank Lohmann und Hausarchitekt Ronald Haupt die Pläne vorstellte. Er verspricht den Nenndorfern ein "ansprechendes, modernes, aber zeitloses Ambiente". Das kostet mehr als drei Millionen Euro. Eine Investition, die für die Sparkasse zum alljährlichen Geschäft gehört. 3,5 bis vier Millionen Euro nimmt sie pro Jahr in die Hand, um ihre Immobilien zu unterhalten und zu modernisieren. "Das ist für die heimische Wirtschaft auch ein wichtiger Faktor", sagt Klußmeyer. Für das Geld wird unter anderem "die Fassade in Teilen" verändert. Diese bekomme eine neue Struktur, erklärt Klußmeyer. Verändern dürfte sich vor allem die Parkplatzseite. Die Sparkasse versetzt den Eingang und versieht diesen mit einer einladenden Glasfront. Herz der umgebauten Sparkasse wird die 300 Quadratmeter große Kundenhalle, die quasi wie eine Passage den Parkplatz und die Fußgängerzone verbindet. Das "Ärgernis" mit den beiden Selbstbedienungsbereichen verschwinde, sagt Klußmeyer. Später gelangen die Kunden von beiden Seiten aus in einen zentral gelegenen Bereich mit den gängigen Automaten. Dort lassen sich dann auch Münzen einzahlen. Auf der Ebene steigt auch die Zahl und Größe der Beratungsräume. Auch für die Immobilien- und Vermögensabteilung plant die Sparkasse "mehr Platz und Diskretion". Von der Parkfläche aus, die dank einer "Grundstücksbereinigung" mit der Stadt von 54 auf mehr als 60 Plätze wächst, erreichen die Kunden die Halle behindertengerecht über einen gläsernen Aufzug. Kunden und Mitarbeiter bleiben aber von Lärm und Staub verschont. Die Sparkasse verlegt die Hauptstelle für die Bauphase in das nur rund 150 Meter entfernte ehemalige Kurhaus. In den nächsten vier Wochen richtet sie dort auf zwei Etagen die Räume her, baut sogar extra eine Treppe ein. Der Umzug erfolgt vom 15. bis 17. Juni. Am 18. Juni, wenn die Arbeiter anrücken, beginnt zugleich der Geschäftsbetrieb in dem Ausweichquartier. Spätestens im April 2008 will die Sparkasse zurück in ihr angestammtes Domizil. An der Mitarbeiterzahl von 21 in der Hauptstelle (10 000 Kunden, Jahresumsatz etwa 150 Millionen) werde sich nichtsändern. Zwar nutzen immer mehr Kunden den Service von zu Hause aus, doch die dadurch eingesparte Zeit will die Sparkasse in die Beratung investieren.



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