weather-image
Hohenhauser besuchen die Falkenburg

Spannendes Burgleben beeindruckt Heimatverein

Hohenhausen/Externsteine (rd). Die Falkenburg oberhalb von Berlebeck wird die "Wiege Lippes" genannt, ihre Ruine ist heute ein Zeugnis lippischer Geschichte. Wie sah sie aus, die Burg, die Bernhard II. zur Lippe um 1190 erbaut hatte, die eine der größten Festung en Westfalens war, und die nie von ihren Feinden eingenommen werden konnte? Wie lebten die Ritter und Edelherren auf der Falkenburg und wie haben sie von dort aus ihre Landesherrschaft ausgebaut?

veröffentlicht am 29.10.2007 um 00:00 Uhr

Spannende Fragen, auf die die Mitglieder und Freunde des Heimat- und Verkehrsvereins Hohenhausen in einer fachkundigen Führung durch die Ruine der Falkenburg ausführliche Antworten vom Historiker Frank Huismann erhielten. Seit 2005 finden Ausgrabungen an der Burg statt, die immer wieder neue Erkenntnisse liefern. So weiß man heute, dass die Burg durch einen Wall, einen bis zu zehn Meter tiefen und drei Meter breiten Graben, vier mächtige Tore und die bis zu 2,10 Meter starke Ringmauer gesichert war. Die Höhe des Falkenburg-Turms wird anhand seiner fünf Meter starken Grundmauer auf mindestens 20 Meter veranschlagt. Der erhaltene Rest ist sechs Meter hoch. Im Vorhof der Falkenburg waren Lager- und Vorratsräume eingerichtet, so dass für den Fall einer Belagerung Lebensmittel verfügbar waren. Für die Wasserversorgung gab es einen Brunnen, von dem Huismann berichtete, dass er über 100 Meter tief gewesen sein müsse. Alle oberhalb liegenden Gesteinsschichten hätten sich nämlich bis zur Berlebecke als wasserdurchlässig erwiesen. "Im nächsten Jahr will das Grabungsteam den Brunnen freilegen", kündigte Huismann an. Für die Kalletaler Heimatfreunde ein guter Grund, noch mal wiederzukommen: "Wir sind schon jetzt neugierig, was sich hier oben noch verborgen hält."



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt