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Vortrag beim Sozialverband Bad Eilsen-Ahnsen / Fahrt zum Lübecker Weihnachtsmarkt geplant

Spätere Rentner haben es noch schlechter

Bad Eilsen (sig). Alles andere als Freude ausgelöst hat bei den Rentnern der Zugriff des Finanzamtes auf ihre Altersbezüge, zumal diese ohnehin deutlich unter denen der Staatsbediensteten liegen. Angesichts der von Jahr zu Jahr steigenden Lebenshaltungskosten und der zahlreichen Nullrunden sinken diese Einkünfte sogar. Das Thema brennt den Rentnern auf den Nägeln, wie jetzt auch eine Veranstaltung des Sozialverbandes Bad Eilsen-Ahnsen im "Haus des Gastes" zeigte.

veröffentlicht am 19.10.2006 um 00:00 Uhr

Günter Stühm

Der Vorsitzende Rolf Everding wollte seinen Mitgliedern zusätzliche Aufklärung zu diesem Fragenkomplex bieten und hatte deshalb als Gastreferenten Günter Stühm eingeladen. Der war zuletzt Rektor der Fachhochschule des öffentlichen Dienstes in Wernigerode, und dazu gehörte auch der Bereich der Steuerverwaltung. Stühm wies zunächst einmal darauf hin, dass die meisten Rentner vor 2005 keine Steuern entrichten mussten, weil der zu versteuernde so genannte Ertragsanteil bei Rentenbeginn mit 65 Jahren in der Regel unter dem Grundfreibetrag lag. Das galt natürlich nur für die Fälle, in denen keine zusätzlichen Einnahmen vorlagen, wie zum Beispiel Mieten, Pacht oder Erträge aus Wertpapieren. "Wer früher nur von der Rente gelebt hat, musste keine Steuern zahlen", unterstrich Stühm. Das hat sich inzwischen grundlegend geändert. Zurzeit sind bereits 50 Prozent der Rente steuerpflichtig, und wer künftig in den Ruhestand geht, muss stufenweise mit einer noch höheren Besteuerung rechnen. Ab 2007 steigt der Steuersatz auf 54 Prozent, und das setzt sich fort, bis die 100 Prozent erreicht werden. Keine günstigen Perspektiven also für die folgenden Rentnergenerationen, die sich wohl oder übel vermehrt um eine andere zusätzliche Absicherung ihres Lebensabends kümmern müssen. Auch wenn solcherlei Nachrichten bei den meisten schon zum Rentenalter gehörenden Mitgliedern des Sozialverbandes nicht gerade Begeisterung auslösten, nahmen sie doch gern die Einladung des Vorstandes zum reichhaltigen Frühstücksbüfett im "Haus des Gastes" an. Der Vorsitzende Rolf Everding hielt dann noch ein paar erfreuliche Botschaften parat. So gibt es am Sonnabend, 4. November, im Schützenhaus ein Grünkohlessen mit Musik, Tanz und der Wahl des Kohlkönigs oder der Kohlkönigin. Wer daran teilnehmen will, sollte sich umgehend bei Rolf Everding oder Christel Horn anmelden. Am Sonnabend, 9. Dezember, ist die alte Hansestadt Lübeck das Ziel einer Busfahrt. Dort will man unter anderem den Weihnachtsmarkt besuchen, der zu den schönsten Veranstaltungen dieser Art in Norddeutschland gehört. Ende Februar ist eine weitere Zusammenkunft geplant, bei der es um die Auswirkungen der neuen Gesundheitsreform geht.

Rolf Everding
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