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Unterschriftensammlung auf dem Markt / Ortsverband stellt Arbeit vor / "Rentenerhöhung weniger als Nullnummer"

Sozialverband Rinteln mobilisiert gegen Sozialabbau

Rinteln (who). In Verbindung mit einer Unterschriftensammlung gegen den Abbau des Sozialstaates hat der Ortsverband Rinteln im Sozialverband Deutschland am Sonnabend auf dem Marktplatz seine Arbeit vorgestellt. Aktuelle Gründe für Protest gebe es zurzeit leider viele, erklärte Helmut Laux als Vorsitzender des SoVD-Kreisverbandes Schaumburg, der die Öffentlichkeitsaktion der Rintelner Mitglieder persönlich unterstützte.

veröffentlicht am 01.08.2008 um 00:00 Uhr

Der Vorsitzende des Kreisverbandes Schaumburg, Helmut Laux (v.l.

Allein die aktuelle minimale Erhöhung der Renten sei Grund genug, auf die Straßen zu gehen, führte Laux an. Angesichts ständiger Preiserhöhungen sei die Anhebung um nur 1,1 Prozent zu noch weniger als einer Nullnummer geraten. Helmut Laux weiter: "Wir könnten in Deutschland ein gutes Sozialsystem haben. Stattdessen werden aber Milliarden in anderen Ländern investiert und an unseren eigenen Bürgern wird gespart." Er halte darüber hinaus das Gesundheitssystem für unausgegoren, das dazu noch mit unüberlegter Logistik unnötig belastet werde, fährt Laux fort und kann aus dem Stand Beispiele nennen, mit denen er bei seiner Arbeit als Leiter eines Altenheims konfrontiert wird. Zum Beispiel dadurch, dass die Heime verschiedener Träger durch Großlieferanten zentral von weither mit Lebensmitteln und Bedarfsgütern versorgt werden müssten, anstatt über kurze Wege durch regionale kleinere Anbieter. Dazu sähen sich die Heime mit neuen unsinnigen Auflagen der Krankenkassen konfrontiert. Laux: "Und wenn die Heime nurdeshalb Platz- und Lagerprobleme bekommen, weil sie zum Beispiel den gesamten individuellen Monatsbedarf an Inkontinenz-Vorlagen für ihre Bewohner bevorraten sollen." Vera Nolting als designierte Vorsitzende des Rintelner Ortsverbandes erklärt zu ihrer Hilfsorganisation: "Der Sozialverband Deutschland ist ein moderner Dienstleister und berät seine Mitglieder in allen sozialen Fragen. Hervorgegangen aus dem 1917 gegründeten Reichsbund stellt er eine starke sozialpolitische Interessensvertretung dar, und das bei inzwischen mehr als 250 000 Mitgliedern im SoVD Niedersachsen. Als größter Sozialverband des Landes helfen wir Menschen mit Behinderung, Rentnerinnen und Rentnern, Krankenversicherten, Hartz-IV-Betroffenen und anderen Bevölkerungsgruppen. Dafür stehen landesweit über 60 Beratungsstellen zur Verfügung. Darüber hinaus vermittelt der SoVD beim Kontakt mit Behörden und vertritt seine Mitglieder vor den Sozialgerichten. Außerdem finden bei uns viele Menschen bei gemeinsamen Veranstaltungen, Ausflügen und Reisen ein Mittel gegen die gesellschaftliche Isolation - und den Weg in eine echte Solidargemeinschaft." Das Gleiche gelte für alle 44 Kreis- und die über 1300 niedersächsischen Ortsverbände, die durch die Arbeit von über 10 000 ehrenamtlichen Mitarbeitern in ganz Niedersachsen mit Leben erfüllt würden. Auch die rund 6000 Mitglieder starke Jugendorganisation für bis zu 27-jährige biete einen starken Zusammenschluss für Gemeinschaft, Bildung und frühes sozialpolitisches Engagement. Dass die Wahrnehmung und Akzeptanz des Sozialverbandes Deutschland durch die aktuellen Entwicklungen auf dem Sozialsektor stark zunimmt, belegt die Unterstützung der Unterschriftenaktion durch zahlreiche Rintelnerinnen und Rintelner. "Und etliche haben sogar spontan ihren Beitritt erklärt", berichtet Hildegard Bischof vom Vorstand des Ortsverbandes.



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