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Hans-Jürgen Meyer im Clinch mit E.on Westfalen-Weser

Sozialtarif nur eine Alibifunktion?

Bückeburg (rc). Hans-Jürgen Meyer ist sauer auf den Stromversorger E.on Westfalen-Weser. Nach der Einführung eines Sozialtarifs für Geringsverdiener wollte der schwerbehinderte Bückeburger samt seiner Frau, ebenfalls behindert, in den Genuss dieses Tarifs kommen. Bis heute ist das allerdings nicht möglich - wegen zu hoher bürokratischer Hürden, wie Meyer im Gespräch mit unserer Zeitung schilderte. "Ich habe das Gefühl, dass dieses Tarifangebot nur eine Alibi-Funktion hat."

veröffentlicht am 07.02.2008 um 00:00 Uhr

Denn bis heute wartet Meyer zum Beispiel darauf, dass ihm die für die Ummeldung notwendigen Unterlagen seitens des Stromversorgers zugeschickt werden - trotz mehrmaliger Aufforderung und obwohl nach eigenen Angaben inzwischen mehrere Wochen vergangen sind. Die Zwischenzeit hat Meyer dennoch genutzt, um sich weiterüber das Angebot zu informieren. Und weitere Hürden aufgetan. So muss derjenige, der in den Genuss des Sozialtarifs kommen will, von der Bezahlung der Rundfunkgebühr befreit sein. Ist Familie Meyer auch, allerdings Frau Meyer. Und da Herr Meyer als Haushaltsvorstand als Stromkunde eingetragen ist, müsste Frau Meyer neue Kundin werden. Würde sie auch gerne. Geht aber nicht, wie Herr Meyer schilderte. Denn als sparsamer Mensch hat er den Jahrestarif des Stromversorgers in Anspruch genommen, bezahlt seine Stromrechnung also einmal im Jahr im Voraus. Aus diesem Vertrag will in E.on aber nicht entlassen. Eine Abmeldung sei im Laufe des Jahres nicht möglich, lautete die Auskunft. "Da bin ich explodiert. Diese Unfähigkeit ärgert mich maßlos." Für Hans-Jürgen ist jedenfalls klar: Er wird den Anbieter wechseln; so schnell wie möglich.



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