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Bürgerfragestunde zum Asphalt-Mischwerk: „Alle Optionen auf den Tisch“

Sorgen vor zusätzlichen Lastwagen

Nienstädt (ssr). Starke Sorgen vor einer Zunahme des Lastwagen-Verkehrs als Folge des geplanten Asphalt-Mischwerks am Georgschacht in Stadthagen haben im Mittelpunkt der Bürgerfragestunde des Nienstädter Gemeinderates am Mittwochabend (wir berichteten) gestanden.

veröffentlicht am 27.09.2012 um 21:33 Uhr

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Günther Losch (Wackerfeld) beispielsweise verwies darauf, „dass die Straßen hin zum Georgschacht für Lastwagen gar nicht ausgelegt sind“. Heidi Bronski (Liekwegen) machte darauf aufmerksam, dass viele Schüler aus Nienstädt diese Straßen per Fahrrad auf ihrem Weg zu Schulen in Stadthagen nutzen: „Für diese wären Lastwagen eine große Gefahr.“

Immer wieder wurde aus den Reihen der Bürger geäußert, das Maß an Verkehrsbelastung in Nienstädt sei schon jetzt übervoll. Zudem seien die Straßen Richtung Georgschacht in einem sehr schlechten Zustand. Als Forderungen fielen Stichworte wie drastisches Tempolimit, abgehängte Wohnstraßen, Bau von kombinierten Geh- und Radwegen, oder gar Sperrung für den Schwerlastverkehr.

Auch etliche Ratsmitglieder hielten den Verkehrsaspekt für problematisch. Christiane Reckmann (SPD) betonte, Nienstädt sei verkehrlich durch die B 65 „seit Langem sehr gebeutelt“. Dass die Stadt Stadthagen eine eigene innerörtliche Anbindung des Georgschachts an die B 65 in absehbarer Zeit hinbekommen werde, bezweifelte Reckmann.

Wolfgang Hoppe (CDU) betonte, die fraglichen Nienstädter Straßen seien „baulich gar nicht geeignet, Schwerlastverkehr aufzunehmen“. Leider habe Stadthagen die von der Samtgemeinde Nienstädt bei der Stellungnahme zum Bebauungsplan dokumentierten Bedenken „nicht aufgenommen“. Thomas Künzel (Grüne) sagte, „die Belastungsgrenze für Nienstädt ist erreicht“.

Übereinstimmend verlangten die Fraktionssprecher, Nienstädt und Stadthagen müssten mittelfristig ein gemeinsames Verkehrskonzept entwickeln, um die Lage dauerhaft in den Griff zu bekommen. Kurzfristig sei die Gemeinde Nienstädt aber gefordert, zu überlegen, wie mit den zu erwartenden Lastwagen von der Verkehrsregelung her umzugehen sei.

Dazu versicherte der Nienstädter Bürgermeister Gerd Widdel (SPD): „Mit Blick auf diese Problematik werden alle Optionen auf den Tisch gelegt und beraten werden müssen.“ Er sei zuversichtlich, dass die Stadt Stadthagen zu Überlegungen für ein gemeinsames Verkehrskonzept bereit sei.

Dem widersprach der als Referent geladene Stadthäger Bürgermeister Bernd Hellmann (SPD) im Grundsatz nicht. Er betonte freilich mehrfach, es gehe insgesamt um eine Anzahl von durchschnittlich etwa 30 Lastwagen täglich. Und: „Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass viele von diesen die Route durch Nienstädt wählen.“ Es sei also „mit keiner hohen Belastung für Nienstädt zu rechnen“, versicherte Hellmann. Er machte auch die Anmerkung, „dass etliche Lastwagen aus dem Nienstädter Gewerbegebiet durch Enzen fahren.“



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