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Gut besuchter Countryabend im Kursaal / Auftritt der "Linken Füße"

"Sonny"-Fans sogar aus Diepholz

Bad Eilsen (sig). Nicht alles, was aus den Vereinigten Staaten kommt, ist gut und nachahmenswert. Beispiele dafür gibt es gerade in jüngster Zeit genug. Aber die Countrymusik darf man getrost davon ausnehmen. Sie ist Ausdruck eines einfachen Lebensstils schottischer und irischer Einwanderer, die zu arbeiten, aber auch zu feiern verstanden. Dieser sogar von der Volks- zur Popmusik avancierte Stil hat auch in Schaumburg viele Freunde, wie Freitagabend ein Countryabend im Kursaal zeigte.

veröffentlicht am 25.11.2008 um 00:00 Uhr

Wo er auftritt, gibt es keine leeren Säle: Countrymusiker Sonny

Längst sind es nicht mehr die Fidel und das "Waschbrett", die unabkömmlich zur Interpretation dieses Gruppentanzes gehören. William Burns, der überall unter seinem Künstlernamen Sonny B. auftritt, begleitet seinen Backsound mit der Gitarre und füllt dazu mit einer kräftigen Stimme dank moderner Übertragungsanlagen auch große Säle. Viele der 200 Besucher im Kursaal waren auch schon äußerlich als Anhänger dieser Musikgattung zu erkennen. Sie trugen nämlich Westernblusen, Jeans, dunkle Schuhe oder Stiefel und den markanten Cowboyhut sowie in einigen Fällen zusätzlich auch Westen. Natürlich gab es auch zahlreiche Einzelgänger, aber die meisten Gäste gehörten offensichtlich doch heimischen Tanzgruppen an. Drei dieser Formationen waren nicht zu übersehen. Dazu gehörten die Anhänger der in Gelldorf sowie Vehlen angesiedelten "Line Dance Corner Schaumburg", die von ihnen in der Vergangenheit abgesplitterten "Dancing Devils Schaumburg", die im Gasthaus "Süße Mutter" in Rolfshagen trainieren und die "Line Dancer von Sonny B." aus dem nahe gelegenen Ostwestfalen. Nach 21 Uhr traten die "Linken Füße" auf, die ihren Ursprung in Krainhagen haben und in Bad Eilsen trainieren. Diese Westerntänzer sind dafür bekannt, dass sie am Schluss ihrer Auftritte einen Cancan hinlegen, bei dem die Beine und Petticoats der Damen rasant herumwirbeln. Sonny B. alias William Bruns hat inzwischen einen großen Anhängerkreis, der bis nach Diepholz hinauf reicht. Seine Fans reisen zu seinen Konzerten an oder auch zum gemeinsamen Üben bis nach Rhaden. Langes Warten oder Herumsitzen gibt es bei den Freunden dieser Musik nicht. Kaum hatte der Sänger im Kursaal die ersten Saiten seiner Gitarre angeschlagen, da füllte sich die Tanzfläche. "Natürlich machen die Line-Tanzgruppen gern Platz, wenn sich Paare aufs Parkett begeben", versicherte Sonny B., und mit dieser Ankündigung hatte er recht. Bei Schmusesongs wie "California blue" waren die Pärchen voll in ihrem Element. Wer kein Tanzmuffel ist und sich fleißig bewegt, der bekommt auch Appetit. Den stillten die Gäste mit Gulaschsuppe, Krakauern aus dem Kessel oder mit Kanapees, die unter anderem mit Lachs sowie Matjes belegt waren. Auch am Getränkethesen herrschte immer Betrieb. Die Veranstaltungsorganisatorin des Kurortes, Elke Dralle, machte wieder einmal die Erfahrung, dass "Country and more" eine feste Stammkundschaft hat. Und mit Sonny B. oder dem Buchholzer Steve E. Smith wird ein solcher Abend nie zum Fehlgriff.



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