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Rückblick auf die Entstehung eines Kegelclubs

"Sonnige Jugend" wird 80 Jahre jung

Rinteln. Der Kegelclub "Sonnige Jugend von 1927" unter Vorsitz von Kegelvater Hans-Hermann Deppe hat in diesem Jahr allen Grund zum Feiern - denn er besteht seit 80 Jahren. Damit gehört er zu den ältesten Kegelclubs der Weserstadt.

veröffentlicht am 13.09.2007 um 00:00 Uhr

Aus Erzählungen von Mitbegründer Heinrich Thielke, der nach 68-jähriger Mitgliedschaft im Jahr 1995 verstarb, ist bekannt, dass die Gründungsmitglieder Absolventen der 1926 geschlossenen Präparandenanstalt in Rinteln (zur Vorbereitung auf das Lehrerseminar) waren. Die jungen Lehrer standen damals vorder Entscheidung zu kegeln oder den Schießsport zu betreiben. Sie wählten die Kegelbahn. Auch die Entstehung des Vereinsnamens ist durch Heinrich Thielke überliefert worden. Weil alle Mitglieder sich in jugendlichem Alter befanden und sich in ihrer Jugend gerne sonnten, gaben sie sich den Namen "Sonnige Jugend von 1927". Gekegelt wurde nachmittags. Bei Geburtstagen wurde zu einem kleinen Imbiss eingeladen, was noch heute so gehalten wird. In den Kegelbüchern ist auch zu lesen, dass dem Kegelbruder Georg Reinhold am zweiten Weihnachtstag 1961 der Traumwurf eines jeden Keglers "Acht ums Vordereck" gelang. Neben den Kegelnachmittagen fand man auch Zeit, mit den Ehefrauen den geselligen Teil zu pflegen. Jedes Jahr wurde ein gemeinsamer Ausflug sowie ein gemütliches Beisammensein bei Kaffee und Kuchen im "Haus Waltraut" in Todenmann sowie am Jahresende ein gemeinschaftliches Weihnachtsessen im Gasthaus "Zur Linde" in Todenmann unternommen. Der Club besteht ausschließlich aus Ruheständlern. Zurzeit gehören Hans-Hermann Deppe, Wilhelm Kinkeldey, Kurt Gläser, Richard Witt, Fritz Stemme, Albert Rehmet, Siegfried Pleil, Reinhard Braun, Ernst Harting, Ernst Krömer und Wilfried Schlue dem Club an. Der älteste Kegler ist 84 Jahre alt, der jüngste 71. Zusammen bringt es der Club auf 845 Jahre. Zum Club-Geburtstag hat die "Sonnige Jugend" die Ehefrauen zu einem Ausflug nach Berlin eingeladen - drei erlebnisreiche Tage. Besichtigt wurde das Schloss Sanssouci, der Fernsehturm, die Museumsinsel und der Friedrichstadtpalast. Zum Jubiläumsabschluss gibt es noch ein kleines Fest bei Kaffee und Kuchen im "Haus Waltraut".



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