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Agentur für Arbeit organisiert Solarpraktikum gemeinsam mit dem Institut für Solarenergieforschung

Sonnenklar: Mädchen können Technik lernen

Emmerthal. Die Arbeitsagentur Hameln hat im dritten Jahr in Folge Solarpraktika für Mädchen mit dem Institut für Solarenergieforschung Hameln (ISFH) angeboten. 17 Schülerinnen (9. und 10. Klasse) nutzten die Möglichkeit, die Forschungsarbeit des Solarforschungsinstitutes kennenzulernen.

veröffentlicht am 06.10.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 07:21 Uhr

Auf dem Dach des ISFH protokollieren die jungen Forscherinnen ihre Messergebnisse.

Herzstück der Veranstaltung war der Selbstbau eines Solarmoduls: Die Mädchen haben Kunststoff gebogen, Löcher gebohrt, Schalter und Buchsen montiert, Kabel gelötet sowie Solarzellen und Propeller eingebaut. Und es funktioniert: Der Propeller dreht sich, wenn der Schalter angestellt wird – nur mit der Kraft der Sonne.

Aufschlussreich war für die Mädchen auch das Gespräch mit Mitarbeiterinnen des ISFH über deren Ausbildung und Arbeit. Der Anteil weiblicher Mitarbeiter am ISFH beträgt 38% für alle Mitarbeiter, 20% für die Kategorie Doktoranden und 47% für die Kategorie Techniker. Immer noch sind Frauen in den MINT-Berufen (Mathematik, Ingenieurwesen, Naturwissenschaft, Technik) unterrepräsentiert. Dabei haben sie gute Potenziale für diese Berufe, meint Helga Kappmeyer, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt bei der Agentur für Arbeit Hameln: „Um bei Mädchen das Interesse an technischen Berufen zu wecken, muss früh praktische Erfahrung gewonnen werden. Wenn Mädchen unter sich sind, haben sie Zutrauen in ihre Fähigkeiten und erkennen, was in ihnen steckt.“ Daraus ergab sich die Idee, über die niedersächsische Lernwerkstatt für solare Energiesysteme (NILS) am ISFH ein Tagespraktikum für Schülerinnen anzubieten. Den Mädchen hat das Solarpraktikum Spaß bereitet. „Ich überlege mir einen Berufswunsch doch noch mal anders“, urteilte eine der jungen Teilnehmerinnen nach der Veranstaltung. Die Weserbergland AG hat die Materialien finanziert, die die Schülerinnen im Physikunterricht vorführen.

Und wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist: Am Mittwoch, dem 15. Februar 2012 findet erneut ein Solarpraktikum statt. Schülerinnen der 9. bis 12. Jahrgangsstufen von Gymnasien und Realschulen können sich bei Helga Kappmeyer unter der Telefonnummer 05151/909146 anmelden. Kosten entstehen keine. „Die Kenntnis regenerativer Energien sollte ein fester Bestandteil der schulischen Ausbildung sein“, meint Dr. Roland Goslich, „und das bedeutet, dass auch Mädchen in der Schule für Technik begeistert werden müssen.“ Daher gibt es bereits seit 1998 eine Lernwerkstatt, die das ISFH in Kooperation mit dem Kultusministerium betreibt. Die Lernwerkstatt hat übrigens auch eine Internetseite, die von Lehrern und Schülern gepflegt wird (www.nils-isfh.de).



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