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Entscheidung vor zehn Tagen bei schlechtem Wetter gefallen / Gemeinde: "Lohnt sich einfach nicht"

Sonne, knapp 30 Grad - und das Freibad hat zu

Auetal (crs). Kathrinhagen und Rehren, Hattendorf und Borstel schwitzen sich durch einen traumhaften Spätsommer. Knapp 30 Grad zeigt das Thermometer in dieser Woche an jedem Tag, die Sonne lacht vom strahlend blauen Himmel - und das Freibad in Rolfshagen hat zu. Während die Becken in Bückeburg, Rinteln und Obernkirchen noch jeweils mehrere hundert Badegäste täglich zählen, wird den Auetalern der Sprung ins erfrischende Nass seit Sonntag verwehrt. Warum?

veröffentlicht am 15.09.2006 um 00:00 Uhr

Während die Freibad-Türen in Rinteln, Bückeburg und Obernkirchen

"Es lohnt sich ganz einfach nicht", sagt Verwaltungs-Vize Thomas Priemer. Da das Freibad jährlich ein Defizit von knapp 60 000 Euro verursache, müsse die Gemeinde Kosten und Nutzen gegenüberstellen. "Und in den letzten Wochen war im Freibad auch bei gutem Wetter kaum noch was los", verweist Priemer auf Erfahrungsberichte von Schwimmmeisterin Andrea Jagata. Er vermutet, dass die Auetaler gedanklich schon mitten im Herbst stecken: "Im Hinterstübchen ist die Sommersaison wohl schon abgeschlossen." Deswegen hat sich die Gemeindeverwaltung in Absprache mit der Schwimmmeisterin entschlossen, das Sonnentalbad für diese Saison zu schließen. Auch mit Blick auf die Gemeindekasse: Schließlich wären etliche Überstunden des Schwimmbadpersonals angefallen. Nur: Diese Entscheidung ist bereits am Dienstag vergangener Woche gefallen - und da war die Großwetterlage noch eine ganz andere. "Wir haben die Lage möglicherweise nicht richtig eingeschätzt", räumt Priemer ein, dass der Umschwung zum Traum-Wetter überraschend kommt. "Das ist schon ärgerlich, ganz ehrlich." Offen ist nur eine Frage geblieben: Hätte die Gemeinde nicht unabhängig von möglichen Einnahmen flexibel reagieren und einfach noch eine Woche dranhängen müssen?

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