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Im Rahmen des Regionalen Integrationskonzeptes / Beschluss gefasst

Sonderpädagogik: Förderkonzept für Nienstädter Schule beantragt

Nienstädt (mw). Mit Beginn des Schuljahres 2008/2009 soll in der Grundschule Nienstädt eine "Sonderpädagogische Grundversorgung im Rahmen des Regionalen Integrationskonzeptes" eingerichtet werden. Den Beschluss hierfür hat der Samtgemeindeausschuss gegen das Votum des - aus dem Schulleiter, drei weiteren Lehrern und vier Eltern bestehenden - Schulvorstandes verabschiedet.

veröffentlicht am 29.02.2008 um 00:00 Uhr

Die Stimmung hinsichtlich des geplanten Integrationskonzeptes sei an der Schule "auseinandergegangen", hat Eberhard Koch, der Vorsitzende des Schulausschusses der Samtgemeinde Nienstädt berichtet. Daher sei vom Samtgemeindeausschuss im Januar beschlossen worden, seitens der Verwaltung die Einrichtung einer "Sonderpädagogischen Grundversorgung im Rahmen des Regionalen Integrationskonzeptes" für die Grundschule Nienstädt zu beantragen. So ganz neu ist dieses Vorhaben nicht, denn bereits jetzt gibt es nach Auskunft von Samtgemeindemitarbeiter Ditmar Köritz "als Vorläufer" eine Kooperation der Grundschule mit der Albert-Schweitzer-Schule in Obernkirchen. Aufgrund dieser seien deren Förderlehrer auch an den beiden Grundschulstandorten Nienstädt und Seggebruch im Einsatz (pro Woche zwei Stunden im 1. Schuljahr). Das nun angeschobene weitergehende Konzept erläuterte Helmut Quander, der Leiter der Grundschule. Unter den Aspekten "Prävention, Intervention und Beratung" sollen dabei etwa Förderlehrer mit der gesamten Klasse, einzelnen förderungsbedürftigen Schülern sowie Lehren zusammenarbeiten und zudem eine Kooperation mit den betroffenen Eltern anstreben. Insgesamt 20 Förderschullehrer-Stunden seien hierfür ab dem Schuljahr 2008/2009 pro Woche für die 1. und 2. Klassen vorgesehen. Für Schüler mit einem besonderem Förderungsbedarf werde zusätzlich ein Mobiler Dienst mit einem eigens für diese Kinder abgestellten Förderlehrer zur Verfügung stehen. Für die Entwicklung der betroffenen Kinder ist es laut Quander wichtig, dass diese im vertrauten sozialen Umfeld bleiben, weiterhin einen kurzen Schulweg haben und nicht ausgegrenzt werden. Dies seien unter anderem auch die Entscheidungsgründe des Samtgemeindeausschusses gewesen, ergänzte Köritz. Es gebe jedoch Schüler mit einem so großen Förderbedarf im sozial-emotionalen Bereich, dass man an der Grundschule an die eigenen Grenzen komme, sagte Quander. Für diese Fälle müsse man daher "andere Lösungen" finden.



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