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Klaus Heimann: Keine grundsätzliche Entscheidung über das Projekt

Sommeruniversität im August fällt aus: Nur 74 Teilnehmer gemeldet

Rinteln (wm). Die Sommeruniversität in der Stadt Rinteln, geplant vom 19. bis zum 25. August, fällt wegen zu geringer Teilnehmerzahl aus. Es wäre die dritte Sommeruni gewesen. Das teilte jetzt Projektleiterin Dr. Eleonore Kamp-Franke von "Robin", der Regionalen Offensive für Bildung und Innovation, mit. 140 Teilnehmer waren es jeweils bei den beiden ersten Sommerunis, in der Mehrzahl Frauen, die wiederum am Ende der Uni durchweg gute Noten erteilt hatten.

veröffentlicht am 22.07.2006 um 00:00 Uhr

Als Ziel habe man sich in diesem Jahr nach schleppenden Anmeldezahlen zumindest 120 Teilnehmer gesetzt, dann nochmals heruntergeschraubt auf 100 Teilnehmer ("untere Schmerzgrenze"). 74 Anmeldungen sei Stand der letzten Woche gewesen. Immerhin, die Teilnehmer wären aus ganz Deutschland gekommen, viele aus den Nachbarkreisen aber auch aus Erfurt, Bremen, Cuxhaven, Oldenburg und Bayern. An mangelnder Werbung für die "Schnupper-Uni" habe es nicht gelegen, sagen Dr. Eleonore Kamp-Franke und Cora Wißmann übereinstimmend, die bei der Volkshochschule die Termine organisiert. In allen Medien sei für die Sommeruniversität geworben worden - auch an den Schulen, speziell unter den 11. und 12. Jahrgängen, weil die Sommeruni auch als Hochschulorientierungswoche für ein Studium konzipiert worden sei. Auch das Angebot, schilderte die Projektleiterin, könne nicht Ursache für den Flop gewesen sein: 60 Seminare querbeet durch alle Fächer, hätten zur Auswahl gestanden. So beispielsweise "Klassiker" wie Einführungsseminare in Germanistik, BWL und Jura. Ziel der Sommeruni sei ja auch gewesen, Hilfestellung bei der Entscheidung für ein späteres Studium zu geben. Dazu kamen ganz spezielle Themen wie der Totenkult im altenÄgypten, Umweltprobleme oder die Frage, was Philosophie mit Humor zu tun und ein Vortrag über Wilhelm Busch, das medialen Multitalent. Vielleicht sei das alles durch die Fußballweltmeisterschaft einfach untergegangen, habe die WM alles überdeckt, so ihre Spekulation. Einen begründeten Verdacht hat Dr. Eleonore Kamp-Franke allerdings auch: Es könnte am Termin gelegen haben. Eine ähnliche Kritik hatten bereits Teilnehmer der letzten beiden Sommerunis geäußert. Gerade sei die Schule zu Ende und schon solle man wieder freiwillig eine Schulbank drücken, die Ferien seien kein günstiger Termin für solch eine anspruchsvolle Veranstaltung. Zumindest mit den Dozenten, versicherte die Projektleiterin, werde es keine Probleme geben. Die Verträge seien über die Universität Hannover abgeschlossen worden mit dem Passus, finde der Kurs nicht statt, könne es auch kein Honorar geben. Klaus Heimann, Pressesprecher des Landkreises Schaumburg, betonte, man habe den Anmeldeschluss immer wieder hinausgezögert, aber "wir mussten jetzt einfach handeln". Damit sei keine grundsätzliche Entscheidung über die Sommeruniversität getroffen worden, man werde sicher 2007 einen neuen Anlauf nehmen.

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