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Zum Vergleichswettkampf inÖsterreich / 80 Kilometer-Marsch wird zur Belastungsprobe

Sommerschnee stoppt heimische Reservisten

Bückeburg (gü) . Auch in diesem Jahr nahm wieder eine Mannschaft des Reservistenverbandes am internationalen militärischen Vergleichswettkampf "Grenadier 2007" in Glainach (Kärnten) teil. Ausgehend von dem am Nordrand der Karawanken gelegenen gleichnamigen Truppenübungsplatz hatte der Waffenkreis Infanterie der Offiziersgesellschaft (OG) Wien mit Unterstützung der 7. Jägerbrigade des Österreichischen Bundesheeres (ÖBH) sowie Reservisten aus Bayern einen noch anspruchsvolleren und härteren Wettkampf angelegt als in den Jahren zuvor.

veröffentlicht am 20.02.2009 um 15:54 Uhr

Auf dem Truppenübungsplatz Glainach (v.li.n.re.): Stig Goncz, Lu

20 militärische und polizeiliche Teams (Griechen, Italiener, Niederländer, Österreicher, Polen, Tschechen, US-Amerikaner und Deutsche) stellten sich den Herausforderungen. Dazu gehörten verschiedene Schießübungen, Panzererkennungstest, Waffen-, ABC- , Sanitätsausbildung, Orientierungslauf, Orts-Hindernisbahn, Überwinden von Gewässern und tiefen Geländeeinschnitten sowie Gefechtsaufgaben. Schwerpunkt und größte Herausforderung war jedoch der an den letzten zweieinhalb Tagen angesetzte 80 Kilometer-Marsch zum Erwerb des Gefechtsdienstleistungsabzeichens des ÖBH. Dieser führte von einem Truppenübungsplatz in den Gailtaler Alpen nordwestlich von Villach über den Dobratsch (2166 Meter) mit zweimaligem Überqueren der Drau entlang des Rosentals und zurück nach Glainach. Gleich am ersten Tag des Marsches war jedoch vom "carintischen" Sommer nichts zu spüren, ein vorübergehender Kälteeinbruch aus Richtung Deutschland ließ es in Strömen regnen. Ab 1800 Meter ging der Regen dann in Schnee über und hüllte die Gipfel der südlichen Alpen bis zum nächsten Mittag in winterliches Weiß. Diesen widrigen Wetterverhältnissen fiel nicht nur der an sich geplante Gipfelaufstieg auf den Dobratsch zum Opfer, auch einige Teams mussten dem Tribut zollen und schieden aus. Auch die Mannschaft Weserbergland gehörte dazu. In der Endabrechnung lagen schließlich die Reservisten aus Oberfranken ganz vorne und hielten die deutschen Farben hoch. Neben dem militärischen Wettkampf war aber vorher noch Zeit für einen Ausflug zum Bunkermuseum am Wurzenpass an der österreichisch-slowenischen Grenze nahe Villach. Einem PKW-Fahrer sind die Kameraden in Bundeswehruniform sicher in guter Erinnerung geblieben, konnten sie ihn dort doch aus einer misslichen Lagebefreien.

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