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Auftakt zu intensivem Dialog im Stadthaussaal / Bund investiert in Kasernenumbau 30 Millionen Euro

Soldaten und Studenten suchen Wohnungen

Holzminden (bs). Rosige Zeiten für Vermieter und Investoren. Weil Soldaten über 25 Jahre bald aus der Kaserne ausziehen müssen und ein geplanter, neuer Studiengang noch einmal rund 150 bis 200 Studenten in die Kreisstadt spült, wird Wohnraum gesucht.

veröffentlicht am 20.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 02:21 Uhr

Gemeinsam mit Holzmindens Bürgermeister Jürgen Daul (3. von link
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Bundeswehr legt 235 Euro drauf

„Günstig, möbliert, zentral und zeitlich befristet“, zählt Oberstleutnant Thomas Lühring die Attribute auf. Doch, man glaubt es eigentlich kaum, noch fehlt es an adäquatem Wohnraum für Soldaten und Studenten.

Grund genug für die Stadt Holzminden und die Bundeswehr, den Rat, Vermieter und auch die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst an einen Tisch zu bitten. Die Infoveranstaltung im Stadthaussaal soll den Auftakt bilden zu einem intensiven Dialog.

„Es ist eine Win-Win-Situation“, freut sich Holzmindens Bürgermeister Jürgen Daul über die etwas anderen Probleme, mit denen sich die Stadt jetzt auseinandersetzen muss. „Für die Immobilien-Wirtschaft ist es eine große Chance, und auch der Hausbesitzer sollte sich überlegen, ob er aus seinem Dachgeschoss noch etwas machen kann“, sagte Bürgermeister Daul weiter.

Das neue Unterkunftskonzept der Bundeswehr einerseits und die 30 Millionen Euro teure Sanierung der Medem-Kaserne andererseits sorgen für einen Run auf den Holzmindener Wohnungsmarkt.

Untergebracht müssen und werden in der Kaserne zukünftig nur die Wehrpflichtigen und die Zeit- und Berufssoldaten unter 25 Jahren. Von den rund 1000 Soldaten werden deshalb in der nächsten Zeit gut 130 ausziehen müssen.

„Zeit- und Berufssoldaten als Mieter zu haben, ist nicht das Schlechteste“, wirbt Oberstleutnant Lühring für seine Truppe. Die Unteroffiziere und Offiziere, die aus ganz Deutschland kommen und am Wochenende heimfahren, suchen kleine Wohnungen – auch in Wohngemeinschaften.

Möbliert sollten sie sein, ohne Kaution und mit einmonatiger Kündigungsfrist. Einen Mietzuschuss von 235 Euro zahlt die Bundeswehr den meisten Soldaten, die sich eine neue Stube suchen müssen. „Die Angebote sollten diesem Mietzuschuss angepasst sein“, betont Lühring.

Bis zu 200 neue Studenten kommen

„Ich hoffe, die Investitionslust bei Ihnen geweckt zu haben“, wendet sich Lühring an die Haus- und Grundbesitzer und die Bau- und Siedlungsunternehmen. „Unsere Soldaten fühlen sich wohl in Holzminden, sie sind hier fest integriert und ein Wirtschaftsfaktor.“

Das sind auch die Studenten der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst. Und auch sie, so Professor Dr. Rainer Vahland, haben Probleme, angemessenen Wohnraum zu finden. Die Nachfrage nach kleinen, günstigen Wohnungen wird noch steigen.

„Wenn der neue Studiengang ab 2011 tatsächlich eingerichtet wird“, so Professor Vahland, würden zusätzlich 150 bis 200 Studenten nach Holzminden kommen. 25 bis 30 Prozent werden dann eine Wohnung suchen.

„Es ist schön, über eine Situation zu reden, in der die Stadt Holzminden stark ausbauen muss.“



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