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Verwaltungsausschuss lehnt Stübke-Antrag ab: "Erhebliche Zweifel" an Statik des Feuerwehrhauses

Solaranlage: Suche nach geeignetem Standort

Obernkirchen (rnk/crs). Thomas Stübke, Ratsherr der Grünen, kann seine Pläne zur Errichtung der ersten Bürgersolaranlage auf dem Dach des Feuerwehrhauses zu den Akten legen: Einstimmig hat der Verwaltungsausschuss den notwendigen Antrag auf Verpachtung der städtischen Dachfläche abgelehnt - geprüft werden soll zunächst, obdas Dach einer solchen Belastung standhalten kann. Jetzt überlegen Ratsmehrheit und Bürgermeister Oliver Schäfer, ob sich der Betrieb einer städtischen Bürgersolaranlage rechnet. Angedacht ist eine GmbH in Eigenregie.

veröffentlicht am 07.05.2007 um 00:00 Uhr

Das Dach des Feuerwehrgerätehauses würde die Last einer Solaranl

Es war der letzte Beratungspunkt im Verwaltungsausschuss: Offiziell wurdeüber den Gestattungsvertrag zur Installation und Betrieb einer Bürgersolaranlage auf dem Feuerwehrgerätehaus der Stadt Obernkirchen entschieden. Nachdem Stübke das Konzept und den Zeitablauf vorgestellt hatte, wurde er aufgrund des Mitwirkungsverbots von den Beratungen ausgeschlossen. Die VA-Mitglieder lehnten den Gestattungsvertrag dann einstimmig ab. Das Nein zu Stübkes Antrag bedeute allerdings keinesfalls die Ablehnung von Solaranlagen in Obernkirchen, sagte Bürgermeister Oliver Schäfer nach der Sitzung gegenüber unserer Zeitung - im Gegenteil: "Der Verwaltungsausschuss hat ein klares Votum für regenerative Energien abgegeben." Jetzt sollen weitere Standorte und Organisationsmodelle für den Betrieb von Solaranlagen geprüft werden. Stübkes Antrag sei abgelehnt worden, weil "erhebliche Zweifel" bestünden, ob das von ihm vorgeschlagene Feuerwehrhaus überhaupt dazu geeignet sei, auf dem Dach eine Solaranlage zu tragen. Laut Schäfer wiegt eine Solaranlage etwa 18 bis 25 Kilo pro Quadratmeter, "eine solche Sachlast wäre wohl zugroß", befürchtet er. Denn: Schon beim Umbau des früheren Scheunengebäudes zum Feuerwehrhaus sei die Dachkonstruktion zu schwach für herkömmliche Ziegel gewesen, erinnert sich Schäfer: "Da mussten extra andere Dachpfannen genommen werden." Zwar wird die Stadtverwaltung die Statik des Gebäudes noch genauer prüfen, die Suche nach einem Alternativstandort läuft aber schon. In Frage kommt dabei insbesondere der Bauhof: "Das Gebäude ist erheblich jünger, das Dach nach Süden ausgerichtet und entsprechend geneigt", erläutert Schäfer mögliche Vorteile. Theoretisch in Frage kämenauch die Dächer der Grundschule oder der Sporthalle. DieseÜberlegungen werden in den nächsten Ausschüssen für Finanzen, Personal, Organisation und Stadtentwicklung und Umwelt vertieft. Heute geht's los: Um 18 Uhr tagt der Finanzausschuss im Rathaus-Sitzungssaal.



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