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Schulstandort Helpsen in Gefahr?

Sog der IGS stark

Helpsen (sk). Wird das Einrichtungsverbot für weitere Integrierte Gesamtschulen in Niedersachsen aufgehoben (dies strebt die SPD-Fraktion im niedersächsischen Landtag an, siehe Seite 15), könnte die wohnortnahe Schulversorgung im ländlichen Raum gefährdet sein. Darauf wiesen Rolf Harmening, Bürgermeister der Samtgemeinde Nienstädt, und Ratsherr Werner Vehling (SPD) den Landtagsabgeordneten Heiner Bartling (SPD) hin. Im Rahmen seiner "Tour durch die Gemeinden" besuchte Bartling gestern die Samtgemeinde Nienstädt, um sich über dortige aktuelle Probleme und Aufgabenstellungen zu unterrichten und Hilfe anzubieten, "wo ich unterstützen kann", so der Landtagsabgeordnete.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 11:16 Uhr

In der Samtgemeinde Nienstädt sehen Rat und Verwaltung das Schulzentrum Helpsen in seinem Bestand gefährdet - und damit die wohnortnahe Schulversorgung der Kinder und Jugendlichen -,wenn durch weitere entstehende Gesamtschulen Schüler "abwandern". Bereits jetzt gehen in Helpsen nach den Sommerferien lediglich eine Haupt- und zwei Realschulklassen an den Start, während die Grundschulen weiterhin vierzügig fahren. Der Sog der Stadthäger IGS, die 2007 jedoch nur 150 von 800 Anmeldungen berücksichtigen konnte, und der Gymnasien ist stark. Den deutlichen Elternwillen nach Beschulung der Kinder in Gesamtschulen müsse auf jeden Fall Rechnung getragen werden, so Bartling. Darum müsse das von der jetzigen Landesregierung gewollte und gesetzlich verankerte Einrichtungsverbot für Gesamtschulen aufgehoben werden. Dies dürfe jedoch nicht dazu führen, das dörfliche Schulen und Schulzentren verwaisen. "Uns steht eine komplexe Diskussion bevor", so Bartling. "Wir wollen integrierte Systeme anbieten aber nur mit Wohnortnähe." Bartling befürwortet das Konzept einer "gemeinsamen Schule", in der Schüler bis zur zehnten Klasse in Form einer Ganztagsschule unterrichtet werden. Skeptisch bewerteten Harmening und Bartling das Interesse an allgemeinbildenden Privatschulen. Diese wiedersprächen der Vorgabe, gleiche Bildungschancen und Bedingungen für alle Schüler zu gewährleisten und dienten nicht der Integration. Einig ist sich Bartling mit dem Wunsch der Samtgemeinde nach der Instandsetzung der Landesstraßen im Gemeindegebiet. Hier, so Bartling, müssten die Investitionsmittel deutlich erhöht werden. Das sehe sogar der Landesrechnungshof so, der wesentlich höhere Kosten für das Land befürchtet, wenn Straßen gänzlich "kaputt" gingen. "In weiter Ferne" sieht Bartling die seit Jahrzehnten verlangte und in die Bundesverkehrswegeplanung aufgenommene Ortsumgehung Nienstädt-Sülbeck. Mitten durch die Orte führt die vierspurige B 65 mit hohem Verkehrsaufkommen.



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