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"Richtiger Weg": Auch in Bernsen will sich die Gemeinde vonöffentlichen Einrichtungen trennen

So oder so: Dorfgemeinschaftshaus wird saniert

Bernsen. Die Fenster sind ein paar Jahrzehnte alt und treiben die Energiekosten in schwindelnde Höhen, die Wände im Keller sind feucht, die Bestuhlung im Raum der Feuerwehr wurde schon vor Jahren im Gemeinderat ausgemustert: Das Dorfgemeinschaftshaus Bernsen macht keinen besonders guten Eindruck. Dabei wäre der so wichtig, denn die Verwaltung möchte einen einmal eingeschlagenen Weg weiter gehen und sich von ihren öffentlichen Einrichtungen trennen. Ähnliche Projekte sind erfolgreich in Rannenberg und Raden abgeschlossen worden. In Hattendorf zeichnet sich kurzfristig eine Lösung für das Feuerwehrhaus ab.

veröffentlicht am 16.08.2006 um 00:00 Uhr

Der Saal mit der Theke ist noch in Ordnung. Die Fenster müssten

Autor:

Frank Westermann

Das sei, so ist Verwaltungsvize und SPD-Bürgermeisterkandidat Thomas Priemer überzeugt, "der richtige Weg". Denn diese Einrichtungen wie das Dorfgemeinschaftshaus Bernsen würden "einen Haufen Geld" kosten. Das Problem: Bevor ein Verein oder eine Dorfgemeinschaft das Haus in Bernsen übernehmen würde, müsste erst einmal saniert werden, die Gemeinde müsste Geld ausgeben. Und zwar viel Geld, wie auch Priemer nach einem Rundgang im Rahmen der SPD-Wahltour feststellte. Er sprach von 50 000 Euro als einer fiktiven Summe, doch ob die ausreichen würde, darf getrost bezweifelt werden. Das größte Problem ist fraglos die Feuchtigkeit im Keller: Um ihrer Herr zu werden, müsste draußen einiges an Erdreich abgetragen werden. Aber, so tröstet sich Priemer: In seinem Bauhof könne jeder einen Minibagger bedienen. Soll heißen: Vielleicht wirdes ja nicht ganz so teuer. Immerhin: Von der Grundstruktur her ist das Dorfgemeinschaftshaus in Ordnung. Es gibt eine - zu erneuernde - Küche im Keller, von der aus mit einem Lastenaufzug das Essen in den Saal gebracht werden könnte, die sanitären Anlagen sind ebenfalls gut in Schuss, auch der Saal selbst macht einen guten Eindruck. Denn bevor von einer Abgabe des Hauses und einer dann folgenden "offensiven Vermarktung für Hochzeiten und Partys" (Priemer) die Rede sein kann, muss alles tipp-topp in Ordnung sein: "Wir können keinen Murks übergeben", stellte Priemer klar. Wünschen würde sich Priemer, dass entweder eine dörfliche Gemeinschaft wie zum Beispiel die Feuerwehr oder der Heimatverein das sanierte Dorfgemeinschaftshaus übernimmt - oder eine Privatperson mit einsteigt. Vorstellen kann sich Priemer hier einen Catering-Service, der das Haus als Arbeitsbasisnützen würde. Sollte sich niemand finden, würde die Gemeinde weiterhin die Trägerschaft ausüben und das Haus vermarkten. Generell gelte, dass im Rahmen der politischen Willensbildung in der nächsten Legislaturperiode dringend darauf zu achten sei, dass eindeutige Entscheidungen über die Entwicklung des Dorfgemeinschaftshauses getroffen würden, erklärte Priemer abschließend.

Immerhin: Es gibt eine funktionierende Küche. Sie müsste allerdi
  • Immerhin: Es gibt eine funktionierende Küche. Sie müsste allerdings wohl dennoch erneuert werden.
Das Dorfgemeinschaftshaus muss saniert werden - unabhängig von e
  • Das Dorfgemeinschaftshaus muss saniert werden - unabhängig von einer späteren Nutzung.

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