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Sozialausschuss informiert sichüber selbstständigen Tagesablauf in Wohngruppen

"So normal wie möglich": Lebenshilfe wird von Kreispolitikern besichtigt

Rinteln (johr). Sie sind stolz darauf, so normal wie möglich zu leben: die geistig behinderten Menschen, die in den verschiedenen Bereichen der Lebenshilfe Rinteln untergebracht sind. Davon sollten sich die Mitglieder des Kreissozialausschusses selberüberzeugen, als sie im Rahmen einer Sitzung durch die verschiedenen Wohnbereiche der Lebenshilfe in den ehemaligen Räumen des Britischen Militärhospitals an der Waldkaterallee geführt wurden.

veröffentlicht am 20.02.2009 um 15:42 Uhr

Hausleiter Andreas Hildebrandt (r.) führt die Mitglieder des Kre

Die Führungen übernahmen Michael von Müller und Andreas Hildebrandt, beide sind in der Lebenshilfe als Hausleiter tätig. Auch Herbert Meier, Geschäftsführer der Lebenshilfe, begleitete die Gäste. Zuerst wurde der Bereich "Wohntraining" besichtigt. Nach diesem Prinzip sollen die Bewohner dort ihren Tagesablauf selbstständig gestalten, Betreuer sind aber - im Fall von Problemen - ständig vor Ort. Tagsüber arbeiten alle volljährigen Wohntrainings-Bewohner bei der PGB (Paritätische Gesellschaft Behindertenhilfe). Ganz nach dem Motto "so normal wie möglich" gibt es hier keine Trennung nach Geschlechtern. "Es gibt hier sogar zwei Pärchen", erklärt Andreas Hildebrandt. Anschließend wurde das "Seniorenwohnen" besichtigt, dort sind zurzeit sechs von 25 Plätzen belegt - Tendenz steigend. "Dieser Bereich ist der jüngste und wurde im September 2006 eröffnet", erläutert Hildebrandt. "Und wir sind stolz darauf, dass wir ihn schaffen konnten." Neben diesen beiden Bereichen gibt es noch das "Wohnheim Katharina", dessen 42 Bewohner in größeren Gruppen von bis zu 14 Personen organisiert sind und ein höheres Maß an Betreuung erfahren. Zur Stärkung des Gemeinschaftsgefühls zwischen den Bewohnern hat jeder Bereich einen eigenen Hauswirtschaftsraum, dessen Leitung Organisation und Absprache untereinander erfordert. In den Räumen und Fluren des gesamten Komplexes der Lebenshilfe ist noch immer ein gewisses Krankenhausflair zu spüren. Kein Wunder - denn dieses Gebäude war ja schließlich einmal das Britische Militärhospital. Wie Geschäftsführer Herbert Meier erklärt, "bot der Komplex mit seinen breiten Fluren und großen Fahr-stühlen ideale Voraussetzungen für einen Umbau".

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