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Festakt gibt mit eindrucksvollem Ja die Antwort: Dank und Anerkennung für 1111 Jahre Kloster Möllenbeck

"So 'n krummes Jubiläum - muss das denn sein?"

Möllenbeck (crs). "Was habt Ihr Möllenbecker Euch bloß dabei gedacht?" Kirchenpräsident Jann Schmidt ließ seiner Entrüstung gestern Mittag freien Lauf. "Ihr lasst auch keine Gelegenheit aus, habt Ihr denn noch immer nicht genug gefeiert?", wetterte er den über hundert Gästen im Kloster entgegen. Und fragte voll leidenschaftlicher Empörung: "So 'n krummes Jubiläum - ja, muss dass denn sein?"

veröffentlicht am 01.10.2007 um 00:00 Uhr

"In den Mauern eines Klosters steckt Leben": Kirchenpräsident Ja

Ja, es muss. Diese Antwort lieferte der Präsident der evangelisch-reformierten Kirche in seiner augenzwinkernd-liebevollen Festansprache zum 1111-jährigen Bestehen des Klosters Möllenbeck gleich mit. "In den Mauern eines Klosters steckt Leben, in der Abgeschiedenheit hinter den dicken Mauern lässt sich Gemeinschaft in besonderer Weise erleben", würdigte er das Kloster Möllenbeck als einen Ort mit Ausstrahlungskraft weit über das Dorf hinaus. "Respekt und Anerkennung" zollte er Pastor Roland Trompeter und Pastorin Ute Schulz für die gelungene Öffnung des Klosters für die Gesellschaft. "Wie das hier in Möllenbeck geschieht, ist vorbildlich", lobte der Kirchenpräsident. Mit dieser Meinung steht er nicht alleine da. Dass das Kloster Möllenbeck sich nicht hinter seinen dicken Mauern versteckt, sondern sich mit dem Irish-Folk-Festival oder dem Sonnenblumenfest des Kinderschutzbundes immer wieder auch weltlichen Anlässen öffnet, aktiver Teil der Gesellschaft ist - die Würdigung dieser für Kirchenräume nicht alltäglichen Tatsache zog sich durch sämtliche Grußworte. "Wir sind sehr froh, dieses Haus als Ort der Gemeinschaft für unsere Jugend- und Konfirmandenarbeit zu haben", bedankte sich Klaus Bröhenhorst aus Hildesheim als Präses des Synodalverbandes. Auch über seine Grenzen hinaus habe das Kloster Möllenbeck eine solche Bedeutung, dass sich die Hildesheimer Jugendlichen bei der Renovierung der Gemeinderäume gegen das Überstreichen eines alten Kloster-Wandbildes gesträubt hätten, berichtete Bröhenhorst von einem Protest mit Symbolcharakter: "Das wird nicht übertüncht, Möllenbeck muss bleiben!" Stellvertretend für die regelmäßigen Gäste im Kloster bedankte sich Markus Schmidt vom "xx+x"-Kunstverein für das Privileg, in einer "unvergleichlichen Atmosphäre" arbeiten zu können. "Alle sind hier immer willkommen", schilderte Werner Begemann im Namen des Ortsrates und der örtlichen Vereine das Verhältnis der Möllenbecker zu ihrem Kloster: "Es ist ein Wahrzeichen, mit dem wir Möllenbecker uns identifizieren." Und Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz betonte die Bedeutung des Klosters für die Stadt, die finanzielle Unterstützung durch die Stadt und die besondere Rolle Pastor Trompeters bei den vielen Projekten der vergangenen Jahre: "Nicht jeder andere hätte in so kurzer Zeit so viel geschafft." Dafür gab es besonderen Applaus.



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