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Tipps für das Autofahren im Winter – ein regelmäßiger Check muss sein

So macht die Batterie nicht schlapp

veröffentlicht am 08.11.2014 um 00:00 Uhr

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Frühmorgens an einem kalten Tag, man ist ohnehin spät dran auf dem Weg zur Arbeit. Doch beim Drehen des Zündschlüssels ist außer einem zaghaften „Klack“ nicht viel zu hören, der Pannendienst muss her. Der häufigste Grund für derartigen Verdruss ist eine Batterie, die schlapp macht. Gut jede dritte Panne ist auf eine defekte oder entladene Batterie zurückzuführen – das bedeutet Platz eins in der Pannenstatistik. Dabei ließe sich mancher Ausfall verhindern, etwa durch einen regelmäßigen Batteriecheck in der Werkstatt.

Die meisten Autofahrer achten kaum einmal auf die Batterie, solange sie ihren Dienst nicht verweigert. Dabei benötigt auch sie eine regelmäßige Pflege, unterstreicht Experte Marc Pailler: „Ein Batteriecheck kann Pannen vorbeugen, da sich anbahnende Probleme frühzeitig erkennen lassen und die Batterie rechtzeitig ausgetauscht werden kann. Man sollte also besser ein paar Minuten in der Werkstatt stehen, als stundenlang auf den Pannendienst zu warten.“ Ein wesentlicher Grund für Ausfälle in der kalten Jahreszeit: Beim Start im Winter, etwa durch das zähflüssige, kalte Motoröl, wird der Batterie deutlich mehr abverlangt als im Sommer.

Autofahrer können mit ihrem Verhalten dazu beitragen, in dieser Situation die Batterie zu schonen. „Beim Betätigen des Anlassers sollte man in jedem Fall die Kupplung durchtreten. Auch Autoradio oder Heizung sollten vor dem Start ausgeschaltet bleiben“, rät Pailler. Wer überwiegend Kurzstrecken zurücklegt, belastet die Batterie besonders.

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  • Ein regelmäßiger Batteriecheck kann Pannen vorbeugen.

Neben einer Überlagerung ist die sogenannte Tiefentladung einer der Hauptgründe für einen Ausfall der Batterie. Dabei wird die gesamte Kapazität der Batterie auf einmal entnommen. Ein Kurzschluss in der elektrischen Anlage kann dafür ebenso verantwortlich sein wie eine vergessene Fahrzeugbeleuchtung, ein defekter Generator oder Fehler im Steuergerät des Fahrzeugs. „Mitunter liegen die Ursachen für einen Batterieschaden also tiefer. Die Diagnose in der Werkstatt geht dem auf den Grund“, sagt Pailler.

Für den Fall der Fälle ist es praktisch, ein Batterieladegerät griffbereit zu haben. Auch wer die Batterie seines Motorrads, Cabrios oder Motorboots unbeschadet über den Winter bringen will, kann so ein Gerät verwenden. Spezielle Ladegeräte sind für den Dauereinsatz sehr gut geeignet, um die Batterieladung zum Beispiel über die Wintermonate zu erhalten, aber auch um tief entladene Batterien schonend wieder aufzuladen. Aufgrund der einfachen Benutzung über einen zentralen Bedienknopf sind Fehlbedienungen nahezu ausgeschlossen. Zum Lieferumfang gehört ein Befestigungshaken, mit dem das Gerät beispielsweise an der Motorhaube aufgehängt werden kann. Noch ein Tipp für alle, die ein Auto mit spritsparender Start-Stopp-Automatik fahren: Hier sollte der Batterietausch stets in der Werkstatt erfolgen. „Nur der passende Batterietyp, professionell gewechselt, stellt sicher, dass das Start-Stopp-System einwandfrei funktioniert“, erklärt Marc Pailler. djd/pt

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