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Kooperative Kindergärten "Jägerhof" bestehen seit 15 Jahren

"So lebendig bleiben wie bisher"

Stadthagen (sk). Zwei Einrichtungen wirken seit 15 Jahren räumlich und pädagogisch erfolgreich neben- und miteinander: Insgesamt 123 Kinder besuchen die kooperativen Kindergärten "Jägerhof" an der Habichhorster Straße. 93 Jungen und Mädchen nutzen den städtischen Regelkindergarten. 30 Kinder mit Behinderungen werden in der heilpädagogischen Einrichtungsvariante, getragen von der Lebenshilfe, betreut.

veröffentlicht am 12.11.2008 um 00:00 Uhr

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Besonders glücklich ist Marianne Wojach, Leiterin des städtischen Kindergartens, über den großzügig bemessenen gemeinsamen Eingangsbereich der Einrichtungen. Im hellen Foyer tollen die Kinder nach Herzenslust herum. Links zweigt der Gang zum historischen Fachwerkhaus ab. Im ehemaligen herrschaftlichen "Jägerhof", dem Namensgeber der Einrichtung, ist der Regelkindergarten untergebracht. Im 15 Jahre alten Neubau werden die Kinder mit Behinderungen betreut. "Der schönste Kindergarten Stadthagens", befand gestern im Pressegespräch Manfred Seller, Geschäftsführer der Lebenshilfe. Seller freute sich ebenso wie Bürgermeister Bernd Hellmann, dass es in den 15 Jahren der Kooperation nie Reibereien zwischen der städtischen Einrichtung und dem heilpädagogischen Kindergarten gegeben habe. Auch bei den Eltern sei die Kooperation von Anfang an auf Zustimmung gestoßen. Zwar laufen beide Einrichtungen finanziell, personell, räumlich und pädagogisch unabhängig voneinander. Im Kindergartenalltag treffen die Kinder beider Einrichtungen jedoch immer wieder aufeinander, lernen ganz selbstverständlich miteinander umzugehen. Unter anderem bestehen Partnergruppen, zwischen denen Kinder regelmäßig die Plätze tauschen. Und es werden gemeinsame Projekte durchgeführt, so die Waldwoche, an der alle zukünftigen Schulkinder teilnehmen. Dass die Kooperation gut läuft, darf nicht darüber hinwegtäuschen, das verschiedene pädagogische Konzepte umgesetzt werden. "Es treffen zwei Welten aufeinander", formulierte Seller. Der Fokus der Erzieherinnen sei jeweils ein anderer in der Betreuung von Kindern mit und Kindern ohne Behinderungen. Umso höher sei die Motivation der Mitarbeiterinnen zu bewerten, sich neben den jeweils einrichtungsspezifischen Abläufen auch noch den Anforderungen der Kooperation zu stellen, sich immer wieder mit dem "Nachbarteam" auszutauschen, voneinander zu lernen. "So viele Menschen unter einem Dach bedeuteten auch Arbeit", ergänzte Marianne Wojach. Sie und ihr Kollege Jens Böhm, Leiter des heilpädagogischen Kindergartens, wünschen sich für die Zukunft, die Kooperation möge "so lebendig bleiben wie bisher".



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