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Beckedorfer leistet Zivildienst in Bolivien / Heute geht der Flieger

"So langsam steigt die Aufregung"

Lindhorst (kcg). Als einer von wenigen Schaumburgern wird der Abiturient Bernd Albrecht seinen Zivildienst im Ausland ableisten. Der Beckedorfer reist heute nach Bolivien, um die Grundschule im 5000-Einwohner zählenden Dorf Coroico für ein Jahr tatkräftig zu unterstützen.

veröffentlicht am 02.01.2008 um 00:00 Uhr

Bernd Albrecht

Mit dem spanischen Weihnachtslied "Feliz Navidad" haben Lindhorster Grundschüler den angehenden Zivildienstleistenden im Zuge ihrer Weihnachtsfeier verabschiedet und den 19-Jährigen auf die kommende Zeit in Bolivien eingestimmt. Albrechts Zivildienst ist Teil der seit 1994 bestehenden Schulpartnerschaft zwischen Lindhorst und Coroico, mit der die hiesige Grundschule die "Unidad Educativa Escuela Primaria San Pedro" finanziell unterstützt. "Unser Hilfsprojekt geht jetzt in die nächste Runde: Wir schicken nicht nur Geld, sondern echte Manpower nach Bolivien", freute sich Förderschullehrer Dietmar Buchholz, der die Partnerschaft koordiniert und Albrecht auf seine Arbeit im Andenstaat vorbereitet hat. "Ich freue mich schon sehr. Aber so langsam steigt bei mir die Aufregung", sagte der Beckedorfer, der am heutigen 2. Januar vom Frankfurter Flughafen aus nach Bolivien aufbrechen wird. Schon lange vor seinem Abitur sei für ihn klar gewesen, ein Jahr im Ausland verbringen zu wollen. "2000 war ich im Urlaub in Bolivien. Da konnte ich Land und Leute schon gut kennen lernen", erzählte Bernd Albrecht. In Coroico wird der 19-Jährige die Lehrer beim Sport- und Englischunterricht unterstützen, den Schulumbau mit organisieren und die Schulbibliothek einrichten. "Pädagogische Erfahrungen habe ich während meines Praktikums in der Lindhorster Grundschule gesammelt", erläuterte Albrecht, der auch durch seine Tätigkeit als Basketballtrainer Übung im Umgang mit Kindern hat. Um Verständigungsprobleme macht sich der angehende Zivildienstleistende dabei keine Sorgen. "Spanisch verstehe ich schon ganz gut. Aber zur Sicherheit mache ich noch einen Sprachkurs in La Paz, der Hauptstadt von Bolivien", so Albrecht. Von seinem Aufenthalt verspricht sich der Sportbegeisterte nicht nur Arbeit. "Ich will viel reisen, mir das Land anschauen und die Menschen kennen lernen." Doch ein kleiner Wermutstropfen bleibt bei all der Vorfreude auf die aufregende Zeit in Südamerika. Da Albrecht erst im Januar 2009 zurückkommt, wird er das nächste Weihnachten nicht mit Familie und Freunden verbringen können. "Dafür genieße ich die jetzt kommenden Festtage umso mehr."

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