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So jung und schon gewonnen

Beim Niedersächsischen Hörfunkpreis ist es ein bisschen wie bei den großen Preisverleihungen, die man aus dem Fernsehen kennt. Überall schick angezogene Menschen, die Sekt trinken und sich unterhalten, im Scheinwerferlicht auf der Bühne stehen viele Promis, die Reden halten. Im Publikum sitzen die total aufgeregten Preisträger. Letzte Woche war wieder der Hörfunkpreis in Hannover. Mit dabei Theo (11) aus Holtensen und Patricia (21) aus Lauenstein. Sie wurden in diesem Jahr für ihre Radioberichte ausgezeichnet, die bei Radio Aktiv liefen.

veröffentlicht am 11.12.2009 um 12:38 Uhr
aktualisiert am 21.12.2009 um 16:30 Uhr

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Beim Niedersächsischen Hörfunkpreis ist es ein bisschen wie bei den großen Preisverleihungen, die man aus dem Fernsehen kennt. Überall schick angezogene Menschen, die Sekt trinken und sich unterhalten, im Scheinwerferlicht auf der Bühne stehen viele Promis, die Reden halten. Im Publikum sitzen die total aufgeregten Preisträger. Letzte Woche war wieder der Hörfunkpreis in Hannover. Mit dabei Theo (11) aus Holtensen und Patricia (21) aus Lauenstein. Sie wurden in diesem Jahr für ihre Radioberichte ausgezeichnet, die bei Radio Aktiv liefen. „Nachdem ich den Preis bekommen habe, musste ich auch noch ein bisschen moderieren – da war ich total aufgeregt“, erzählt Theo. Geklappt hat aber alles – so gut, dass sogar RTL jetzt mit ihm einmal zusammenarbeiten möchte. Der Elfjährige hat eine Reportage über ein Fußballspiel gemacht: „Ich war bei der Fußballhallen-Kreismeisterschaft und habe die letzten vier Minuten von einem Halbfinalspiel kommentiert.“ Weil die Reportage so lebhaft erzählt war, hat Theo den Preis bekommen und 2500 Euro: „Von dem Geld kaufe ich mir einen Laptop und vielleicht ’ne Fotokamera. Aber erstmal gucken, was ich Weihnachten kriege.“ Patricia hat den Hörfunkpreis für einen Beitrag über eine Ärztin bekommen, die Autistin ist (Autisten sind Menschen, die in ihrer eigenen Welt leben). „Als ich bei dem Termin war, habe ich gemerkt, dass die Ärztin eine ganz tief gehende Geschichte hat.“ Wie die Frau mit ihrer Krankheit lebt und umgeht, hat Patricia so sehr bewegt, dass sie sogar weinen musste: „Das war wirklich ganz emotional für mich und die anderen Zuhörer.“

Patricia und Theo sind noch gar nicht lange beim Radio, Theo erst ein Jahr und Patricia zwei Jahre. Dass sie nach so kurzer Zeit schon einen Preis bekommen haben, ist sehr erstaunlich. Auch in Zukunft wollen sie weiter als Journalisten arbeiten. Eigentlich wollte Theo früher Tennisspieler werden, jetzt aber Sportreporter. Patricia fängt bald an zu studieren und möchte nebenbei beim Radio weiterarbeiten. Und vielleicht bleibt der Hörfunkpreis 2009 dann nicht der letzte.mau

Theo (11) erhält den Niedersächsischen Hörfunkpreis.

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Patricia (unten 2. v. li.) hat auch gewonnen.

Foto: pr



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