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Immergüne Kletterpflanze

So gemein ist der Efeu eigentlich gar nicht …

„Gemeiner Efeu“ ist die offizielle Bezeichnung der populärsten Efeu-Art. Mit der immergrünen Kletterpflanze geht es im Garten allerdings alles andere als gewöhnlich zu: Geheimnisvoll streckt die Gartenpflanze ihre Triebe in alle Richtungen und sogar in die Höhe.

veröffentlicht am 06.07.2018 um 00:00 Uhr

Efeu begeistert mit einer schönen Blattzeichnung. Foto: Pflanzenfreude.de
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Klettern ist das größte Hobby des Efeus. Seine Haftwurzeln finden selbst an glatten Untergründen Halt. So ist er vielseitig einsetzbar und eignet sich hervorragend, um Mauern, Fassaden oder Zäune langfristig zu begrünen.

Als Bodendecker schafft er dichtbegrünte Flächen, die dank des kräftigen Wurzelwerkes Unkraut keine Chance geben. Bis zu 20 Meter hoch wächst die Pflanze und ist dabei ein langlebiger Gartenbewohner, denn er kann mehrere Jahrhunderte alt werden. Kleine Varianten der Kletterpflanze werden in Töpfe oder Balkonkästen gepflanzt. Dort können sie munter über den Pflanztopfrand hinauswachsen oder mithilfe von Rankgittern auch in die Höhe. Dabei kann der Efeu mit weiteren Varianten oder anderen rankenden Pflanzen wie Clematis, Passionsblume oder Kletterrosen kombiniert werden.

Nach dem Pflanzen muss der Gartenfreund sich in Geduld üben, denn erst nach ungefähr zwei Jahren bekommt der Efeu einen kräftigen und andauernden Wachstumsschub. Typisch für den Efeu sind die gezackten Blätter, die mal dreieckig, mal herzförmig und mal mit mehreren Spitzen daherkommen. Gemeinsam haben sie allesamt die interessanten Blattfärbungen in Hell- oder Dunkelgrün, Grau oder Gelb. Im Frühling und Sommer sind sie knackig Grün, gen Spätherbst, wenn die Temperaturen winterlich werden, färben sie sich Orange, Rosa oder Dunkelrot. Weniger bekannt sind die kleinen, gelblich-weißen Blütendolden, die im Spätsommer mit ihrem Nektar Bienen und andere Insekten anlocken.

Sein natürlicher Habitus sind Wälder, daher bevorzugt er schattige Standorte. Der Boden sollte kalkhaltig, nährstoffreich und feucht sein. Junge Pflanzen werden öfter gegossen, sodass der Untergrund nie ganz austrocknet. Ältere Varianten haben bereits ein gut ausgebildetes, tiefes Wurzelwerk und benötigen deutlich weniger Wassergaben.

Für einen kräftigen Wuchs ist ein regelmäßiges Zurückschneiden erforderlich, möglichst im späten Frühjahr nach dem größten Wachstum und im Herbst vor dem Wintereinbruch. D er Efeu ist dank seiner guten Schnittverträglichkeit dafür bestens geeignet. Und die Varianten in Kästen oder Töpfen freuen sich einmal im Monat über eine Düngergabe.



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