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Drei Verletzte und 100 000 Euro Schaden nach Hausbrand in der Schwenstraße / Fahrlässigkeit?

"So eine Hitze haben wir lange nicht erlebt"

Bückeburg (fh). Dienstag Nacht ist ein Mehrfamilienhaus in der Schwenstraße ein Raub der Flammen geworden. Drei Bewohner mussten ins Bückeburger Krankenhaus eingeliefert werden. Nach ersten Ermittlungen geht die Polizei davon aus, dass der Brand durch fahrlässiges Verhalten der Bewohner ausgebrochen ist. Den Schaden schätzen die Beamten auf rund 100 000 Euro.

veröffentlicht am 24.08.2006 um 00:00 Uhr

Unter Atemschutz und mit der Drehleiter geht die Feuerwehr gegen

Gegen 2.15 Uhr alarmierte ein Bewohner des Hauses die Feuerwehrleitstelle in Stadthagen. Aus einem Zimmer im Erdgeschoss drang dichter, beißender Qualm. Beim Eintreffen der Feuerwehr Bückeburg-Stadt stand der Raum hellauf in Flammen. Einsatzkräfte berichteten, dass Umzugskartons zum Teil bis zur Decke gestapelt waren und das Feuer nährten. "So eine Hitzeentwicklung haben wir lange nicht erlebt", berichtete ein Feuerwehrmann, der einer der ersten an der Einsatzstelle war. "Trotz Einsatzmontur war es unmöglich, auf allen vieren ins Obergeschoss zu kommen." Die Hitze war so groß, dass Mauerwerk und Stücke aus der Betondecke abplatzten. Zwei Bewohner konnten sich selbst aus dem Haus retten, der eine mit Verbrennungen und Schnittwunden an Händen und Füßen. Ein Dritter musste von der Feuerwehr mit der Drehleiter aus dem ersten Stock gerettet werden. Trotz der Feuerwehrsirenen schlief der Mann seelenruhig in seinem Bett. Dabei muss er einen Schutzengel gehabt haben, denn es dauerte eine Weile, bis die Feuerwehrmänner ihn im verqualmten Stockwerk gefunden hatten. Rettungssanitäter brachten ihn zur Beobachtung ins Krankenhaus. Diagnose: Verdacht auf Rauchvergiftung. Warum das Feuer ausgebrochen ist, müssen die Brandexperten der Polizei Bückeburg noch genau klären. Bis zum Redaktionsschluss gingen die Ermittler von fahrlässiger Brandstiftung als Brandursache aus. Durch die starke Verrußung ist das Gebäude nicht mehr bewohnbar. Den Schaden schätzt die Polizei auf rund 100 000 Euro. Die Bewohner sind zunächst bei Verwandten und Freunden untergebracht.

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