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So ein Blatt macht viel Arbeit

Endlich sind Herbstferien, genug Zeit, um zum Beispiel durch den Wald zu stapfen. Um euch herum fallen dann schon die Blätter herunter, und unter euren Füßen raschelt das Laub. In diesem ist der Kreislauf des Waldes in vollem Gange.

veröffentlicht am 14.10.2009 um 15:51 Uhr
aktualisiert am 23.10.2009 um 16:28 Uhr

So ein Blatt macht viel Arbeit

Die Blätter lagern in einer Schicht aufeinander, denn es dauert eine Weile, bis die Natur sie verarbeitet hat. Wenn ein Blatt auf den Boden fällt, ist es dort Tau, Kälte, Regen, Wind und Sonne ausgesetzt. Pilze und Bakterien greifen das Blatt an und weichen es weiter auf, indem sie kleine Löcher und Fenster hineinfressen. Bakterien sind winzig kleine Lebewesen.

Wenn schon Löcher und Fenster in dem Blatt sind, werden die von anderen kleinen Tieren – zum Beispiel Milben und Springschwänzen – vergrößert. Auch Larven zerfressen das Blattgewebe. Dann ist es so weit geöffnet, dass Pilze und Bakterien eindringen können. Nacktschnecken, Regenwürmer und Asseln fressen das Zersetzte und auch ganze Blattstücke.

Aus alten Blättern wird neuer Dünger

Das Blatt ist nun in die Stoffe zerlegt, aus denen es aufgebaut war, wie zum Beispiel Wasser und Mineralien. So wird das Blatt später im Boden zu Humus. Das ist eine Art Dünger aus den verschiedenen Nährstoffen der Blätter und auch Kot zum Beispiel von Regenwürmer sowie aus kleinen toten Tieren. Durch ihn können die Pflanzen besser wachsen, die Bäume treiben neue Blätter und werfen sie dann später wieder ab.

Um euch herum arbeitet also die ganze Zeit die Natur in einem großen Kreislauf, während ihr jetzt Herbstferien habt.pa

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