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Tipps für Plätzchenretter / Richtige Aufbewahrung ist wichtig

So bleiben Kekse köstlich

Adventszeit ist die Zeit für Plätzchen. Ob selbst gebacken, gekauft, geschenkt – die richtige Aufbewahrung entscheidet darüber, wie lange diese Köstlichkeiten ihre Eigenschaften und ihren Geschmack behalten. Angeschnittener Christstollen schmeckt irgendwann nicht mehr, an altem Lebkuchen beißt man sich die Zähne aus. Die Initiative der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung „Zu gut für die Tonne“ gibt Tipps für die Backwaren der Vorweihnachtszeit.

veröffentlicht am 03.12.2013 um 00:00 Uhr

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Aufbewahrung: So schön ein Weihnachtsteller auf dem Tisch auch aussieht, man sollte ihn erst dann hinstellen, wenn auch genascht wird. Plätzchen, Stollen, Früchtebrot und Lebkuchen halten sich am besten in verschlossenen Blech- oder Plastikbehältern. An der Luft wird Knuspriges schneller weich, Weiches schneller hart. Zimtsterne und Lebkuchen bleiben übrigens weich, wenn man einen Apfelschnitz mit in die Keksdose legt, da dieser Feuchtigkeit abgibt. Die Weihnachtstorten halten sich im Kühlschrank zwei Tage. Kuchen nicht in den Kühlschrank stellen, er wird sonst altbacken. Unter einer Abdeckhaube oder Alufolie bleibt er saftig.

Haltbarkeit: Je nach Sorte lassen sich Plätzchen unterschiedlich lange lagern: Florentiner etwa eine Woche, Vanillekipferl, Spitzbuben und Heidesand rund drei Wochen, Zimtsterne etwa einen Monat. Die Plätzchen sollten bei Zimmertemperatur in der Dose aufbewahrt werden. Lebkuchen, Honigkuchen und Früchtebrot halten bei etwa 17 Grad in der Dose bis zu acht Wochen. Heizungsluft ist Gift. Stollen wickelt man in ein Leintuch und bewahrt ihn in einer Blechdose auf (notfalls geht auch Alufolie), dann hält er gut drei Monate. Achtung, Mohnstollen nur vier Wochen aufbewahren, da er leicht ranzig wird.

Backzutaten: Vor der Weihnachtsbäckerei muss die Haltbarkeit der Zutaten, die noch im Schrank lagern, geprüft werden: Gemahlene Nüsse und Mandeln kann man bei unter 20 Grad etwa vier Wochen verwenden, ungeschälte sogar mehrere Monate. Zucker ist praktisch unbegrenzt haltbar, Mehl mindestens ein Jahr. Vanilleschoten bilden mit der Zeit Kristalle, die aber unproblematisch sind. Bei Temperaturen von 15 bis 17 Grad sind sie bis zu drei Jahren haltbar. Eingetrocknete Schoten legt man einige Zeit in warmes Wasser, dann lässt sich das Mark herausschaben. Blockschokolade bleibt bei Zimmertemperatur zwölf Monate, Zartbittersorten sogar bis zu 15 Monaten frisch. Weißer Fett- oder Zuckerreif kann durch zu warme Lagerung entstehen, ist aber unbedenklich.

Mindesthaltbarkeitsdatum: Wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum von Backzutaten abgelaufen ist, sollte man anhand von Aussehen, Geruch und Geschmack prüfen, ob sie nicht doch noch verwertbar sind. Denn das Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein Wegwerfdatum, sondern lediglich die Garantie des Herstellers, die die spezifischen Eigenschaften eines Produktes garantiert.

Plätzchen- und Kuchenretter: Wenn Plätzchen angebrannt sind, müssen sie nicht gleich in die Tonne. Verbrannte Stellen vorsichtig mit einem Messer oder der Küchenreibe entfernen, Krümel sorgfältig mit einem Backpinsel abbürsten, und dann Schokoguss auf die Schnittstellen geben (Verbranntes nicht mitessen). Auch trockener Kuchen lässt sich noch retten: Man gibt ihn zurück in die Form, sticht mehrfach mit dem Holzstäbchen in den Kuchen und gießt langsam Likör oder Saft darüber. Ist das Gebäck vollgesogen, vorsichtig stürzen.

Auch Kaputtes kann man gut weiterverwenden: Zerkrümelte Plätzchen sind eine leckere Dessertdekoration, kaputte Biskuitböden sind super für Schichtdesserts oder Cake-Pops, und aus matschigen Kuchen kann man leckere Rumpralinen zaubern.

Leckere Rezepte zur Weiterverwendung von Gebäckresten gibt es unter www.zugutfuerdietonne.de, oder im AppStore und bei GooglePlay unter www.zugutfuerdietonne.de/app.

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