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Zum 120. Geburtstag: Volkstümliches Kirchweihfest mit Lobgesang, Seifenblasen, punkigem Pop

Sketche und Tortenschlacht bei St. Sturmius

Rinteln (ur), Zum Kirchweihfest hatte die St.-Sturmius-Gemeinde aus Anlass ihres 120-jährigen Bestehens zum Kapellenwall geladen und für die Betreuer der Essens- und Getränkestände gab es angesichts der regen Nachfrage genug zu tun - ebenso wie für Pfarrer Michael Nettusch, der die Gäste mit Mitgliedern der Gemeindevertretung nahezu alle persönlich begrüßte.

veröffentlicht am 28.05.2008 um 00:00 Uhr

An Tischen gab es Infos zur gemeindlichen Arbeit - und welch vielfältige Ausdrucksformen diese haben kann, konnte man nahezu am laufenden Band auf der kleinen Bühne im Hof erleben, wo Jugendliche überaus witzige Sketche und Paraden vortrugen, Chöre mit ihren Liedern zu hören waren und jugendliche Zuschauer mit christlichen Songs und poppig-punkigen Klängen etwa von der Band "Just another crisis" für Unterhaltung sorgten. Erfreulich, dass sich neben den Mitgliedern der katholischen Gemeinde zahlreiche Gäste aus der Ökumene einfanden, darunter auch Superintendent Andreas Kühne-Glaser. Das offizielle Rinteln war durch Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz vertreten. Er erinnerte daran, dass das katholische Leben nach Aufhebung der Klöster in Rinteln und Umgebung im Zeichen der Reformation bereits Mitte des 16. Jahrhunderts zu erliegen kam. Erst 1861 fasste das Ordinariat Fulda den Entschluss, die "verstreuten Katholiken" wieder zur Gemeinde zusammenzuführen und stellte dafür anno 1869 den Curatus Franz Müller ein. Erst 1882 wurden die Weichen für den Bau eines eigenen Gotteshauses an derWeser gestellt, um dem Zulauf durch katholische Arbeiterfamilien gerecht zu werden, darunter viele Glasmacher. Als die Kirche am 24. Mai auf den Namen des heiligen St. Sturmius geweiht wurde, reiste eigens dazu Bischof Weyland aus Fulda an. Es sei erfreulich, dass sich dasökumenische Miteinander so positiv entwickelt habe: "Die Kirchen ziehen in Rinteln an einem Strang." Die St.-Sturmius-Kirche habe nach dem Zweiten Weltkrieg großen Anteil an der Integration von katholischen Christen gehabt und stets aktiv mit der Stadt zusammen gearbeitet. Auch die Städtepartnerschaft mit Slawno sei zu nennen. Seine Anerkennung für die Zusammenarbeit drückte Buchholz mit einem Luftbild als Geschenk aus.



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