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Soccer liegt im Trend: Neues Angebot für Jugendliche geplant / Deren Meinung ist gefragt

Skateranlage "nur rausgeschmissenes Geld"

Haste (tes). Tote Hose in Haste? "Außer den Spielplätzen für die kleineren Kinder haben wir nichts für die älteren im Angebot", beschreibt der Vorsitzende Frank Prietzel im Jugend-, Sport- und Kulturausschuss die aktuelle Situation. Das soll sich bald ändern. Um den Ort für Jugendliche interessanter zu gestalten, sind 15 000 Euro im Haushalt verankert worden. Ob daraus eine mobile Skateranlage wird, ist fraglich. Eine Befragung der Jugendlichen soll Klarheitüber deren Bedarf schaffen.

veröffentlicht am 11.04.2007 um 00:00 Uhr

Skater-, Basketball- oder Socceranlage - das ist hier die Frage. Was will die Gemeinde anbieten? Und wie sehen die Interessen der Jugendlichen aus? Der Ausschuss hat einstimmig beschlossen, die Jugendlichen in diese Entscheidung einzubeziehen. In Kürze werden Einladungen an alle Haushalte mit Kindern in der relevanten Altersgruppe von 10 bis 18 Jahren versandt. In der zweiten Maihälfte wollen die Ratsleute im Bürgerhaus mit den Jugendlichen über deren Wünsche diskutieren. Detlef Kater hat als beratenes Mitglied bereits ein erstes Meinungsbild eingeholt. Demnach sprachen sich die 27 befragten Zehn- bis 15-Jährigen mehrheitlich für eine Socceranlage aus. Die in Aussicht gestellte mobile Skateranlage fand hingegen nur einen Fürsprecher. "Das wäre rausgeschmissenes Geld", warnte Kater. Auch die Berichte aus anderen Städten hätten ergeben: Skateranlagen seien "out". Fußball in den kleinen Socceranlagen liege im Trend. Nicht zuletzt, weil man dafür nicht so viele Leute benötigt. Favorit sei allerdings ein "Bushaltehäuschen" gewesen, erklärte Kater: "Die Jugendlichen wünschen sich einen Ort, wohin sie sichzurückziehen können." Der Standort Festplatz steht fest: 250 Quadratmeter Mindestfläche müssten dort asphaltiert werden, so Gemeindedirektor Heinrich Bremer. Eine "mobile" Anlage ist nötig, um diese zum Dorfgemeinschaftsfest abbauen zu können. Die Gemeinde hatte Angebote und ebenfalls einige Meinungen der Zielgruppe eingeholt. Demnach käme auch ein Parcours mit vielen kleinen fest verschraubten Geräten in Frage. SPD-Ratsfrau Helga König sprach sich dafür aus, den "Spielplatz für Große" dieses Jahr zu asphaltieren und im nächsten Jahr die Socceranlage und kleine Geräte anzuschaffen. Zudem kann es laut Bürgermeister Sigmar Sandmann sein, dass eine etwa sechs mal zehn Meter große "vandalismusresistente" Socceranlage am Rande das Festplatzes beim Fest nicht abgebaut werden müsste. Bremer will klären, ob eine Socceranlage genehmigungspflichtig ist und appellierte an alle Beteiligten, "die Entscheidung noch rechtzeitig in diesem Jahr zu treffen." Von Detlef Kater gab es ein dickes Lob an den Ausschuss für die geplante Diskussion mit den jungen Bürgern: "Das ist ein Zeichen von Bürgernähe."



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